Abenteuer- Mittwoch

Boah, der Tag gestern war ganz schön Kraft raubend, aber interessant und hatte einen leckeren Abschluss: – ))

Die Hundetrainerin war geschlagene zwei Stunden da, von 12.00 – 14.00.

Sie heißt Bettina Bumb und macht das einfach großartig. Zudem werde ich von Yvonne noch ein Päckchen mit Literatur dazu bekommen, wie wir den kleinen Fuchs erziehen und mit viel Spaß beschäftigen können, der ist nämlich sehr agil und intelligent und möchte geistige Herausforderung. Suchspiele liebt er, zum Beispiel.

Frau Bumb brachte uns viel Interessantes bei, zum Beispiel, wie gewisse Situationen aus der Sicht des Hundes aussehen, warum ein Hund bestimmte Dinge genau so tut und nicht anders, usw. Das gab uns zum Teil einen ganz neuen und hilfreichen Blick aus Balous Sicht auf unser Zusammenleben und unser Haus. Beim nächsten Termin will Frau Bumb mit uns und Balou üben, mit dem Rolli unterwegs zu sein, so dass ich auch mit einer Hand die Leine und die Steuerung des Rollis hinbekomme. (Zum Glück stört sich Balou ja am Rolli gar nicht.)

Da gestern auch seine neue neongelbe Namensplakette mit unserer Adresse und Telefonnummer in der Post war, spendierte ihm der Prinz ein neues Halsband (passend zu Brustgeschirr und Leine: -)), damit er sie jetzt tragen kann.

Wieder daheim, erhielt der Prinz einen Anruf vom Tierheim. Die Tierärztin war dran. Das Medikament für die Babesiose, unter der unser kleiner Fuchs leidet (oder eben nicht leidet, er ist putzmunter) war ursprünglich in Deutschland gar nicht erhältlich, nur in Frankreich. Deswegen wollte uns das Tierheim zuerst auch noch zwei Wochen warten lassen bis zur Adoption. Wir hatten ihnen angeboten, notfalls schnell nach Straßburg rüber zu düsen ( sind ja in eineinhalb Stunden da) und das Zeug abzuholen, aber der Tierärztin war eingefallen, in der Tierklinik Frankenthal nachzufragen, da die mit Medikamenten sehr gut ausgestattet sind. Und – tadaaa! – sie hatten es da! Die Ärztin hatte dankenswerterweise bereits einen Termin für uns ausgemacht. Balou muss diese Spritze zweimal bekommen, dann sollten alle Blutparasiten tot sein.
Wir warnten die Tierärztin in der Klinik gleich, dass Balou sich nicht hochheben lässt (keine Ahnung, wie die Tierheim-Ärztin ihn auf den Behandlungstisch bekommen hat!), aber sie sagte, die Spritze könne sie ihm auch am Boden geben. Allerdings scheiterte schon ihr Versuch, ihm ein Thermometer einzuführen, um die Temperatur zu messen: er knurrte sie sehr wütend an – und biss sie in die Hand. ( keine Wunde, nur geschnappt). Sie sagte ganz ruhig“ Okaay… Maulkorb!“ Aber sobald Balou den Maulkorb sah, begann er wie wild zu toben, er sprang, wand sich, bellte, knurrte grollte und schnappte. Er muss damit wohl früher schlechte Erfahrungen gemacht haben, und wieder tat es uns leid, dass wir nur so wenig über seine Vergangenheit im Süden wissen. Der Kleine tobte so wild, dass die Ärztin ihre Azubine nach einer „Stange“ schickte ( so ein Ding, wie es die Hundefänger benutzen, eine Stange mit einer Schlaufe am Ende, die um den Hundehals gelegt wird, die Stange hält den Hund auf Abstand und schützt vor Bissen). Unser Kleiner schrie und tobte ganz fürchterlich, ich war den Tränen nahe, aber auch erschreckt, wieviel Zorn- und Wut-Power in dem kleinen Kerl steckt. Ich dachte, mein Herz müsse jeden Moment brechen, wirklich. Unser armer kleiner Fuchsi! Die Ärztin nutzte das Durcheinander, um ihm schnell die Spritze in den Oberschenkel zu geben. Da seine Muskeln aber gerade sehr angespannt waren, tat ihm das natürlich sehr weh und ich war schon wieder nah am Heulen. Aber die Mission war damit ja erledigt und die Azubine lenkte Balou schnell ab, indem sie eine Dose mit Hundekeksen schüttelte. Unser kleines Fressmonster zockte drei große Kekse von ihr ab: – )) Zu Hause bekam er eine große Portion Abendessen mit Hüttenkäse drin, den er heiß liebt, und ganz viel Lob für seine Tapferkeit. Die Frau Lakritz und der Herr Schokoladenprinz gönnten sich noch ein Eis bei der Casa del Gelato in Offstein. (Ja, für Alessios Eis lohnt es sich, abends nochmal ins Auto zu steigen.)

Vor dem Schlafengehen drehten wir drei nochmal eine Runde durchs Dorf – Balou ignorierte alle Katzen und Hunde, die uns begegneten… warum kann er das hier zu Hause nicht auch tun? *seufz*

Nun müssen wir Balou noch beibringen, dass er noch eine Spritze braucht, um ganz gesund zu werden…!

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