What a kitteh, what a night

My dearies,

Anfang dieser Woche, in der Nacht von Montag auf Dienstag, bin ich mal wieder ganz knapp einem grausamen Tod entronnen. Sagt jedenfalls mein kleines Batman, das Pippikind.

Alles, was ich noch weiß, ist: durch das gekippte Fenster höre ich vom Hof das typische gedämpfte „EEE-AU! – “EEE-AU“!!!.Also das Geräusch, das alle Katzenbesitzer fürchten, denn die Übersetzung lautet: „Kinder, schnell, kommt essen, ich hab‘ was Leckeres mitgebracht!“ („Ganz frisch, denn es lebt noch!“) Uhr: 03:30

Ich fühle an meinem Bauch, wie das Pippikind ruckartig hochschnellt und seufze innerlich, betend, dass Micia das frische Essen nicht ins Schlafzimmer raufbringt.

Da erhalte ich einen kräftigen Tritt in den Bauch, weil Pippi sich abstößt und wie ein Pfeil durchs Zimmer schießt. Ich höre zunächst *galoppelgaloppelgaloppel* (= Pippi galoppiert durch Schlaf- und Fernsehzimmer (beide mit Holzdielenboden), dann * ba-damm – ba-damm – ba-damm* (= dickes kleines Pippi hopst die Treppe runter). Ich weiß, dass wir wegen der Wärme die Terrassentür zum Hof offen gelassen haben und rechne mir aus, dass die beiden Mädels sich jetzt da unten mit dem Essen vergnügen werden. Obwohl ich schlecht einschlafe, wenn Pippi nicht bei mir liegt, bin ich schnell wieder weg, nachdem ich George, den Teddybären, zurechtgerückt habe. Gefühlte drei Sekunden später erwache ich durch aufgeregtes Gurren und Maunzen, kombiniert mit viel *galoppelgaloppel*.Zum Glück ist der Lichtschalter direkt in Kopfhöhe an der Wand neben dem Bett. Ich treffe den inzwischen blind mit der rechten Hand. Sowas lernt man schnell.

Ich sehe: Klein Batman schleudert enthusiastisch ein totes Alien-Monster durchs Zimmer. Diesmal hat das Alien-Monster sich nicht als kleine Spitzmaus getarnt, sondern die Gestalt einer normal großen Maus angenommen, so wie sie hier in Scharen in der Scheune leben. Ich seufze – das bedeutet Aufstehen. Wegen der Hitze habe ich ein bisschen Nasenbluten und daher zum Glück noch Tempos unter dem Kopfkissen. Ich greife mir eins und wanke auf Klein Batman zu, die mir ihre Beute widerwillig überlässt. Ich wickle das tote Alien-Monster darin ein und werfe es aus dem Fenster in den Hof runter, mit dem Vorsatz, es nach dem Frühstück zu beerdigen. Uhr: 04:00

Ich krabble zurück unter die Decke, greife Georges Pfote und schlafe weg. Gefühlte drei Sekunden später: Aufgeregtes Gurren und Mauzen. Och nee…. Stöhnend kloppe ich auf den Lichtschalter und sehe: Aufgeregtes Pippikind schleudert totes Alien-Monster durchs Zimmer – Moment: Das hatte ich doch in den Hof runter…?! Wie auch immer: Pippi muss in den Hof runtergerannt sein und sich ihre hart errungene Beute zurückgeholt haben. Knurrend suche ich ein zweites Tempo, wickele die verdammte Maus hinein und werfe sie in den Hof, aber in die entgegengesetzte Richtung. SOFORT zischt Pippi empört an mir vorbei und gleich höre ich auf der Treppe: *badamm-badamm*… Ich bin zu müde. Ich wanke zurück ins Bett und zu George. Und ja, genau: Millisekunden später galoppelt jemand ins Zimmer und schleudert laut gurrend und mauzend den armen geschändeten Leichnam eines kleinen Alien-Monsters durch die Luft… Zum dritten Mal.

Ich atme tief durch und versuche es innerlich mit OOOMMMM… Ächzend wuchte ich mich aus dem Bett und nehme der ungläubig-empört guckenden Pippi das tote Dings weg, das einmal eine hübsche Maus war. (Zumindest war das der Eindruck, den das Alien-Monster vermitteln wollte).

Diesmal werfe ich mit Schwung, bis hinten in die Mahonien, die vor dem Kuhstall wachsen. Ein Rascheln verrät mir, dass das tote Monster mitten in den Büschen gelandet ist. Mahonien haben pieksige Blätter, so hoffe ich, dass Pippi unter diesen Büschen nicht suchen wird. Und wanke zurück ins Bett. Uhr: 04:30. (Guten Morgen auch…)

Fazit: Es gibt Golden Retriever, das sind die hübschen Blondgelockten. Es gibt Labrador Retriever, in Blond, Schwarz und Schoko. Es gibt Chesapeake Bay Retriever, Flat Coated Retriever und vermutlich noch welche, die ich nicht genannt habe, weil ich sie nicht kenne. Alle sind sie Apportierhunde.

Und: es gibt den Kleine-schwarze-Miezekatze-Retriever, jawohl!

Das, müsst ihr wissen, liebe Kinder, ist eine sehr kleine Retriever-Rasse : – )) Ich habe sie entdeckt, als ich in der Nacht von Montag auf Dienstag drei Mal eine tote Maus aus dem Fenster warf und der Kleine-schwarze-Miezekatze-Retriever, der hier bei uns wohnt, sie mir alle drei Mal umgehend wieder zurückbrachte. Obwohl ich das ja gar nicht wollte. Dafür konnte ich dann um halb fünf früh endlich schlafen. Auch schön.

Und sicher werde ich berühmt, weil ich eine ganz neue Retriever-Rasse entdeckt habe!

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