Das Wochenende…

… war ein schönes, aber auch ganz schön anstrengendes Wochenende. Nicht nur wegen der Hitze, die ich ja bedauerlicherweise nicht mehr so genießen kann wie früher (weil die Blutung die Thermorezeptoren im Gehirn gehimmelt hat und das Gehirn nun die Außentemperaturen nicht mehr über den Körper ausgleichen kann), sondern weil wir viel unternommen haben.

Am Freitagabend war Mario Adorf in Ludwigshafen beim Filmfestivalzu Gast, um den Schauspielpreis des Filmfestivals in Empfang zu nehmen. Als ehemaliger Festivalfotograf hatte der Prinz eine Einladung zu der Veranstaltung mit anschließendem Empfang bekommen. Es war sehr voll (vor allem waren viele Frauen da; – )). Ich setzte mich schwitzend und wassertrinkend in das Kinozelt, in dem die Laudatio geplant war, während der Prinz etwas herumlief und die Leute begrüßte, mit denen er so viele Jahre lang für das Filmfestival zusammengearbeitet hatte. An fast jeder Ecke brüllte jemand bei einem Anblick begeistert „Heeeeyyyy!“ und umarmte ihn. Schön.

Michael Kötz, der Festivaldirektor, ist bekannt für seine wirklich schönen und immer gut recherchierten Reden. Ich bin ein großer Fan von Mario Adorf und habe seine Bücher gelesen, aber auch ich lernte bei Michaels Laudatio noch Dinge über Mario, die ich nicht gewusst hatte, wie die Geschichte von der Frau, die Mario versichert hatte, ein großer Fan zu sein, „aber es gibt da etwas, das ich Ihnen nicht verzeihen kann, Herr Adorf – nämlich, dass Sie Winnetous Schwester erschossen haben!“

Das anschließende Interview mit Mario Adorf  war sehr unterhaltsam – Adorf ist ein durch und durch sympathischer Mensch. Er ist bescheiden, hat sehr gute Umgangsformen und kann – das ist für mich immer wichtig – über sich selbst lachen. Er erzählte mit viel Spaß einige selbstironische Anekdoten aus seiner Anfängerzeit beim Theater und war sichtlich gerührt, als Michael ihm den Preis überreichte. Unglaublich, dass dieser energiegeladene Mann schon 84 Jahre alt sein soll. (Und, Leute, er sieht verdammt gut aus!) Auf Michaels Frage, ob er sich als „wunschlos glücklich“ betrachte, sagte er schmunzelnd, er sei „wunschlos zufrieden“. Das war ein schöner Abend – sehr (zu) heiß, aber schön.

Für den Samstag hatten wir eine Einladung zu der Vernissage einer Foto-Ausstellung in der Abtei St.Hildegard in Eibingen (bei Rüdesheim) . Eine schöne Gelegenheit, unsere Freundin Christophora endlich mal wiederzusehen, die dort in der Abtei lebt.

Chris ist Keramik-Künstlerin und hat, damit die Werkstatt bewacht ist, seit einigen Monaten einen unsagbar bezaubernden Hund, Levi. Levi ist ein Schäferhundmix aus dem Tierheim, jung, hübsch, mit dem süßesten Hundegesicht der Welt und endlos langen, schlaksigen Beinen. Er betrachtet das gesamte Klostergelände als „seins“ und hütet dort gewissenhaft alles, jede der Ordensschwestern , jeden Strauch und natürlich alle Tiere, denn die Abtei ist auch ein kleiner Bauernhof mit Schafen und Rindern ( die draußen sein und ihre Kälber behalten dürfen, schön!!!)

Levi also hütet alles, was sich von ihm von ihm hüten lässt. Die Mutter Oberin ist ihm verfallen und geht täglich mit ihm spazieren. Chris kann ihn beruhigt im Kloster zurücklassen, wenn sie zu Terminen weg muss, denn er hat mehrere Futterquellen in der Abtei, weil ihn alle Schwestern lieben. Chris sagt: „ Levi ist ganz froh, wenn ich mal für ein paar Tage nicht da bin, dann hütet er die anderen Schwestern und bekommt überall Leckereien.“

Ja, und am Sonntag waren wir wie geplant mit unseren Freunden (die wir viel zu selten sehen) Eis essen, um Drei Jahre Anfallfreiheit zu feiern. Nachher kommt Chris zum Kaffee (ohne Levi, leider) – also wünsche ich euch noch eine schöne Woche!

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