Abends, halb zehn, in Deutschland

Jeden Abend, pünktlich um halb zehn, steht an unserer Terrassentür, die in den Hof hinaus führt, ein gewisses Mitglied unseres Haushaltes, aufgeregt mauzend und fiepend, hektisch von einer Pfote auf die andere tänzelnd. Und muss ganz ganz unbedingt und dringend und sofort in den Hof raus und da die abendliche Patrouille laufen und checken, ob alles sicher und in Ordnung ist. Denn: Man weiß ja nie, ob sich in den Mahonien oder im Kirschlorbeer nicht böse Mörder verstecken, die es auf das Leben kleiner schwarzer Miezekatzen und deren Dosenöffner abgesehen haben, oder?!

Und wenn die Menschen zu doof sind, um selbst nachzusehen, ob es draußen sicher genug zum Schlafengehen ist, dann muss das eben die kleine schwarze Miezekatze selbst machen, ist ja klar. Und so fordert sie eben, mit immer sehr präzisem Zeitgefühl, jeden Abend um Punkt halb zehn ein, dass man ihr jetzt sofort und ganzganz dringend die Hoftür öffnen möge. Dann flitzt sie hinaus, wie ein kleiner schwarzer Pfeil, und ein Gefühl der Sicherheit breitet sich über Gotham aus. Aber wehe, ich beschließe, früher als zehn Uhr schlafen gehen zu wollen…. Das ist gegen die Vereinbarung!!! Denn die Patrouille geht bis um zehn. Sie schließt ja noch die Nachbargrundstücke mit ein, und wenn hier jemand gründliche Arbeit leistet, dann ist das unser Batman Pippikind. Punkt zehn Uhr ist sie zurück, erwartet dann allerdings auch, dass wir dann sofort schlafen gehen. Nein, erst noch Tabletten nehmen oder zum Klo gehen gilt nicht – zehn Uhr bedeutet Bett! Das fordert sie genauso fiepend und mauzend ein wie das Rauslassen, sie folgt mir sogar bis aufs Klo! (Ja, das Konzept „Privatsphäre“ haben Katzen noch nicht so richtig erfasst : – ))

Manchmal braucht sie draußen aber auch mal etwas länger als bis zehn, dann gehe ich einfach ins Bett, wenn ich zu müde zum Warten bin und sie auch nach längerem Rufen nicht beikommt. Dafür bekomme ich am nächsten Morgen gründlich Schimpfe, wenn ich sie hereinlasse, weil sie in der Scheune schlafen musste. Sagte ich schon, dass das Pippikind die beste und tollste Katze der Welt ist?! ❤ ❤ ❤

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3 thoughts on “Abends, halb zehn, in Deutschland

  1. Unsere hat die neue Angewohnheit, mich aufzufordern, mit ihr aufs Kistchen zu kommen – also mit ins Badezimmer, wo ihr Kistchen steht. :-/ Wenn ich mich dann nicht erhebe, stakst sie Richtung Badezimmer, bleibt vorher stehen und dreht sich zu mir um, als würde sie sagen „kommst du jetzt?“. Momentan lässt sie sich noch (von weitem) zureden, alleine aufs Kistchen zu gehen, aber wer weiss schon, was Morgen ist…? 😉 jaja, unsere lieben Katzis. :-)))

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