Fünf Grad

und dicke, nasse Schneeflocken, die aus einem grauen Himmel fallen. Das Kurzwort dafür: Winterdepression.

In den Jahren bisher habe ich mir da immer prima mit Johanniskraut geholfen, nämlich LAIF 900. Mein Hausarzt hat mich aber davor gewarnt, dass Johanniskraut oft die Wirkungsweisen anderer Medikamente beeinflussen kann. Und das will ich, vor allem im Hinblick auf die Epilepsie-Tabletten, keinesfalls riskieren, das kann ich nicht gebrauchen. Also ist wieder die gute Freundin dran, die weiße Mistel (Viscum Album). Den Januar muss ich überstehen, das ist jedes Jahr der gleiche Kampf. Der schlimmste Monat für mich. Im Februar kann ich mich dann schon auf meinen Geburtstag freuen (wenn er nicht in den gruseligen Karneval fällt) und dann ist ja schon März, da kommen  die ersten Krokusse (Kroki…Croci? Herr Markus…???) raus und man kann sich auf den Frühling freuen. Aber durch den Januar muss ich jetzt durch. Ich habe ja meine neue Arbeit, die mir total viel Freude macht, und  – das Allerbeste: ich bin the nugatory, pompous little shit, a.k.a die lästige kleine Nervensäge, los.

(Du, Schätzchen, weißt du, Körpergröße ist ausschließlich eine genetische Sache. Niemand in deiner Umgebung ist dafür verantwortlich, dass die Chromosomen-Kombination bei deiner Zeugung nur 1,63 Meter zusammengewürfelt hat. Beschwer‘ dich doch bitte bei deinen Eltern. Dass es bei mir 1,70 Meter geworden sind und ich dich um Einiges überrage, liegt auch bei mir an den Genen, in diesem Falle an denen meines Vaters. Keine Entschuldigung also für dich, dass du mich deswegen vor lauter Hass aus meinem Arbeitsplatz rausgemobbt hast. Aber, wie gesagt, ich arbeite jetzt in einem Bereich, der mir Spaß und viel Freude macht – und vor allem mit Menschen, die nicht von Minderwertigkeitskomplexen zerfressen sind. Das tut sooo gut- und den Januar überstehe ich auch!

2 thoughts on “Fünf Grad

  1. Ich habe mit dem Januar, Schnee, trübem Wetter usw. gar keine Probleme, kenne aber einige, denen es damit so wie dir geht. Mein Tipp, der zwar nicht immer, aber manchmal eben doch hilft: Kauf dir Blumen, koche buntes Essen, leg farbenfrohe Servietten auf den Tisch, mach dir die Welt optisch so schön wie möglich.
    Ich drücke dir die Daumen, dass du den Januar mit guter Laune überstehst 🙂

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