Frau Lakritze bittet noch einmal um Hilfe

My darlings,

im April diesen Jahres hatte ich in diesem Beitrag von der Freundin meiner Schwester berichtet, die in den Pfingsttagen 2013 spurlos aus ihrer Wohnung verschwunden war: Doris Seyffarth.

Inzwischen hat die Polizei Spuren in Doris‘ Wohnung gefunden, die leider sehr eindeutig darauf hinweisen, dass Doris wohl ermordet wurde. Ich kannte Doris nicht persönlich, doch merke ich, dass diese Sache mir nahe geht und ich bitte deswegen noch einmal darum, dass Leute, die aus Oberhausen/Umgebung sind und die hier mitlesen (es gibt ja manchmal verrückte Zufälle), sich Gedanken machen, ob sie nicht vielleicht einen Hinweis für die in diesem Fall sehr engagierten Polizeibeamten haben könnten. Danke!

Der WDR hat kürzlich in seiner Nachrichtensendung „Lokalzeit Ruhr“ einen kurzen, aber sehr eindrucksvollen Filmbeitrag zu diesem rätselhaften Fall gesendet – leider ist der Beitrag nicht mehr online, ich habe ihn aber mehrmals angeschaut und die Bilder gehen mir immer noch nach. Was ich hier jetzt erzähle, setzt sich zusammen aus den Informationen des WDR-Beitrages und den Erzählungen meiner Schwester, die als gute Freundin von Doris viel von den Ermittlungsarbeiten mitbekam.

Die Beamten (ja doch, liebe SchwarzerInnen, es waren natürlich auch „BeamtInnen“ dabei – gewöhnt euch halt an das generische Maskulinum! : – ) hatten Doris‘ Wohnung akribisch nach Spuren durchsucht und zuerst nichts Auffälliges entdecken können, bis einer Beamtin einige winzig kleine Blutspritzer an einem Türrahmen auffielen. Nun begann eine systematische Suche nach Blutspuren in allen Räumen. Die Beamten sprühten dazu Luminol auf Wände und Böden, das kennt ihr vielleicht aus Krimis. Es ist eine Substanz, die unter Schwarzlicht Häm (also den eisenhaltigen roten Blutfarbstoff) sichtbar macht, auch wenn das Blut vorher weggewaschen wurde. Tante Wikipedia erklärt hier genau, was Luminol ist und wie es arbeitet (für mich völlig unverständlich  –> Fünf in Chemie…)

In dem Filmbeitrag sieht man jedenfalls, dass in Doris‘ Badezimmer alles voller Blut gewesen sein muss, vor allem die Badewanne und der Boden. In der Wanne und auf dem Wannenrand waren im Schwarzlicht deutliche Wisch-Spuren sichtbar, der Täter muss viel Zeit und Arbeit auf die Beseitigung von sehr viel Blut verwendet haben. (Das sind auch die Bilder, die mich noch verfolgen, diese Spuren deuten auf so eine unvorstellbare Gewalttätigkeit und Brutalität hin…) Der Polizeibeamte, der meine Schwester auf dem Laufenden hielt, sagte später:“ Die Sorgfalt beim Verwischen der Blutspuren zeigt, dass dieser Mann nicht zum ersten Mal gemordet hat.“ Vermutlich hat der Mörder die Tote im Kofferraum ihres eigenen Autos fortgeschafft – die Polizei fand das Auto wenige Tage nach Doris‘ Verschwinden in einer einsamen Straße nahe des Kanals. Aber die Polizeitaucher fanden im Wasser nichts. Da Doris einen kleinen Fiat Panda fuhr, erklärte sich eine Polizistin bereit, zu prüfen, ob der Transport eines erwachsenen Menschen in diesem kleinen Kofferraum überhaupt möglich ist, und legte sich hinein  – es passte. Was ebenfalls passt: Doris’ früherer Ehemann sagte der Polizei, dass in der Küche früher ein Messerblock gestanden habe, der nun nicht mehr da sei…

Wie gesagt, mich beschäftigt dieser Fall sehr. Ich kannte Doris nur aus den Schilderungen meiner Schwester, die Doris als eine sehr warmherzige, fröhliche und liebevolle Frau beschreibt. Ich wünschte, ich hätte sie gekannt. Aber… man hat ja gerade in solchen Fällen die verrücktesten Hoffnungen… vielleicht lebt sie ja doch noch und taucht irgendwann wieder auf, das wäre zu schön. Jedenfalls hoffe ich, dass der Kerl die Sendungen verfolgt hat und ihm jetzt, wie wir im Ruhrpott sagen,   „der Arsch auf Grundeis geht“. Die im Film sichtbaren Spuren wirken unsagbar brutal und Mord verjährt nicht, du feiges POS. Ich hoffe, sie kriegen dich. Es war ein sehr schwer zu beschreibendes Gefühl, in dem TV-Bericht die vertrauten Ecken und Straßen meines Heimatortes zu sehen (Doris lebte in der Nähe der Wohnung meiner Großeltern, und am Kanal kenne ich „jeden Schritt und jeden Stein“, wie Oma immer sagte.

Also, sollte hier zufällig jemand mitlesen, bei dem/der ein Detail aus dem Bericht ein „Klick“ ausgelöst hat: BITTE melde es der Polizei! Danke!

 

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