Oma-Impuls

Habe heute Morgen im Büro Termine bearbeitet, die im Oktober sein werden. Dabei fiel mir ein, dass in diesem Monat meine Mutter und meine Großeltern Geburtstag haben. Ich schielte auf den Wandkalender, um zu sehen, an was für einem Wochentag Omas Geburtstag dran ist: Samstags. Wie geil, dachte ich erfreut – da können wir einfach hinfahren und als Überraschung an der Tür klingeln. Ich denke, es war der berühmte „Sekundenbruchteil“, bis mir wie ein Schlag in den Magen klar wurde: Nein. Du kannst nie mehr an Omas Tür klingeln. Oma ist tot.

Das passiert mir so oft – ich denke “Ich ruf‘ jetzt Oma an“. Dann folgt sofort die Realisation.

Oma und Opa sind 2008 gestorben, also vor sechs Jahren. Wie ist eure Erfahrung: wie lange dauert das, bis man das auch im Unterbewusstsein klar hat und diese Impulse nicht mehr kommen? Bis man nicht mehr weint? Muss man dazu älter, also „erwachsen“ werden (ich bin 53)? Sagt mir mal was dazu in den Kommentaren, ja? Danke!

PS: Ich hoffe doch schwer, dass ich den gruseligen Zustand des „erwachsen“ Seins noch möglichst lange vermeiden kann! : – )

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Ein Kommentar zu “Oma-Impuls

  1. Opa ist seit 11 Jahren tot, das weiß ich inzwischen. Oma erst seit 2. Da will ich manchmal noch anrufen, ne Karte schicken oder ein Weihnachtsgeschenk kaufen… Die Antwort liegt also vermutlich irgendwo zwischen 2 und 11.

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