Mainz mit dem Prinzen

In der letzten Woche hatten wir einen klasse Samstag in Mainz. Wie Speyer, hat auch Mainz eine wunderbare Atmosphäre, wir mögen die Stadt sehr. Am vorletzten Samstag war mein Bruder mit seiner Frau und den Kindern bei uns, da blieben wir aber hier im Dorf und beschränkten uns auf den hiesigen Spielplatz. Wie meist, gab es zwischen Marie und Paul Gemurre und Streit, wer auf meinem Schoß im Rolli mitfahren durfte. (Ich halte mich da immer ganz salomonisch raus und lasse das meinen Bruder schlichten ; – )

Mainz, also: vor einigen Tagen sagte der Prinz zu mir: „ Ich habe in Mainz ein sehr nettes, neues Kaffeehaus entdeckt. Es heißt… eh… Lummerland.“

„Das klingt doch sehr sympathisch“, sagte ich. „Sollten wir bei Gelegenheit unbedingt erforschen.“

Am nächsten Tag mailte mir der Prinz die URL der Webseite des netten Kaffeehauses – und hier zeigt sich wieder seine Fähigkeit, Filme zu verwechseln, die bei mir schon so oft zu so viel Heiterkeit geführt hat, denn: das Kaffeehaus heißt nicht Lummerland, sondern Lönneberga : – )))) Das sei doch wurscht, meinte der Prinz gelassen, „ ich habe beides nicht gesehen.“…

Da wir Mainz wegen seiner gemütlichen Atmosphäre genauso gern mögen wie Speyer, fuhren wir am Samstag gleich hin. Wie immer, wenn lange Wegstrecken auf Asphalt oder Gehwegplatten zu erwarten sind, traute ich mich das nicht zu Fuß – soviel Kraft hab‘ ich noch nicht wieder – sondern wich auf den Rolli aus (geht in Mainz sehr gut). Das Lönneberga hat draußen zwar einen Rolli-Lift, war aber so dicht besetzt, dass der Prinz, der als Scout vorging, keine Chance für uns sah. Also frühstückten wir im Lomo (Für Mainz-Fans: Am Ballplatz), das aber leider die Toiletten im Kellergeschoß hat und sich damit – wie etliche andere gastronomische Betriebe in Worms und Speyer auch – für mich disqualifiziert hat. Leider. Denn das Essen(auch das Frühstück!) ist klasse im Lomo.

Beim Zurückbummeln zum Auto kamen wir hier vorbei, Überreste eines römischen Tempels, die Bauarbeiter 2003 bei den Buddelarbeiten für eine Tiefgarage gefunden hatten. Die Stadt Mainz hat damals glücklicherweise erkannt, was für ein Schatz da zutage getreten war, und hatte die Restmauern konservieren und für Besucher mit einem Glasboden bedecken lassen. Die Fundstelle ist heute ein Museum, großartig präsentiert. Auch für Rollipiloten, habe ich zufrieden festgestellt, ist die Ausstellung prima und leicht zugänglich. Der Verein „Initiative Römisches Mainz“ betreut die Ausstellung und ihre Besucher. Herr Michael Scherf vom Verein hat uns mit viel Liebe, Engagement und Fachkenntnis hindurch geführt. ( Danke, Herr Scherf, war toll!) Rheinland-Pfalz ist gespickt mit Resten römischer Kultur, denn obwohl die Römer auf uns, die „barbari“, herabsahen, mochten sie doch die Landschaft und das Klima hier ganz gerne. Mein Hobby und meine Leidenschaft ist eigentlich das römische Britannien, aber grundsätzlich kann man mich immer kriegen, wenn es um Römisches geht. Sobald wir zu Hause ankamen, holte ich motiviert das Lateinbuch raus, das ich faule Socke sträflich vernachlässigt habe und fand heraus, dass der Historische Verein Worms ein Buch über die Römer in Worms herausgebracht hat, das jetzt mir gehört : – )))

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