Unser schwäbischer Urlaub

Wie ich schon schrub, hatte mein Bruder uns gefragt, ob wir über Pfingsten Haushüter bei ihnen sein wollten, während er mit seiner Familie zum Camping weg war. Klar, haben wir sehr gern getan, zumal das für uns hieß: „Ferienwohnung“ in der Nähe der schönen Schwäbischen Alb, im historischen Altstadtkern einer wunderschönen mittelalterlichen Stadt – „Miete“: Blumen bemuttern und Mülltonnen rechtzeitig rausstellen – wer kann dazu schon Nein sagen?

 Wir haben viel unternommen, so hatte uns Bruder einen Tagestrip zu dieser Ausstellung empfohlen. Wir nahmen seine Schwiegermama mit, die wir sehr gern haben, denn sie ist eine fitte, patente und sehr warmherzige alte Dame. Wir drei haben die Ausstellung sehr genossen. Vor allem ich war begeistert, denn ich hatte bis dahin geglaubt, alle Expressionisten zu kennen. So kann man sich irren…; – )

Am Tag danach nahmen wir uns das Mercedes-Benz Museum in Bad Cannstadt vor. Da steht alles, aber auch alles, drin, was jemals den dreizackigen Stern getragen hat. Sagenhaft ergänzt mit Fotos, Filmmaterial und allem, was sonst noch zum Thema Auto bzw. Transport dazugehört. Für solche Gelegenheiten (lange Wege auf harten Industrie-Böden) verlasse ich mich wegen der Hüft- und Kniegelenke gern auf den Rolli, obwohl ich mich von meinem treuen „Porsche“ schon recht weit unabhängig gemacht habe. Kompliziert war für mich, dass an diesem Tag etliche Schulklassen im Museum unterwegs waren. Das Gewusel und das Geschrei hatten mich schon gegen Mittag total erschöpft. Aber ein klasse Tag war es trotzdem, und hochinteressant. An den übrigen Tagen waren wir viel in der historischen Altstadt auf Tour (Tipp: Kopfsteinpflaster und Rollstuhl: Lasst es sein; – )) Bruder hatte uns ein italienisches und ein asiatisches Restaurant empfohlen. Daran sah ich, wie gut er mich kennt: in beiden waren wir mehrmals essen. Es gibt dort sogar eine schöne Kneipe, die eine ausführliche Whisky-Karte bietet. DAS war ein gemütlicher Abend! : – )) In dem Park, der mitten in der Stadt liegt, übte ich freies Gehen auf einer hügeligen Wiese, wo es nicht schlimm gewesen wäre, wenn ich gefallen wäre. Der Park war ein Traum bei dem herrlichen Wetter. Zum Schluss verlängerten wir noch um einen Tag, weil Bruder nach seiner nächtlichen Rückkehr gern noch mit uns frühstücken wollte. Der Prinz und ich kauften dafür lecker ein und füllten die Vorräte auf, die wir verbraucht hatten ( Lebensmittel, Duschgel, Shampoo usw.) Nach dem Frühstück fuhren wir heim, etwas wehmütig. Das Pippikind empfing mich laut maunzend und verbrachte die Nacht dicht bei mir, laut schnurrend. Seit wir zurück sind, klebt sie förmlich an mir, die Süße. Ich denke, diese Art von Urlaub werden wir in absehbarer Zeit wiederholen. War toll!

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