Jamie

Nein, hier geht es ausnahmsweise mal nicht um Jamie Fraser, Ihr Lieben (Ich höre die Männer erleichtert „Thank the Lord! seufzen : – )), sondern Jamie ist ein Kater, genauer gesagt, unser derzeitiger Gastkater. Denn: Hinter dem Grundstück unserer Vermieter, etwa 80 Meter Luftlinie entfernt, gibt es ein riesiges Grundstück, auf dem sehr viele wilde Katzen leben. Dort stand früher eine alte Mühle, die ein Unternehmer aus der Region gekauft und zum Wohnen restauriert hat. Die Katzen leben dort friedlich miteinander, werden gefüttert und sind geschützt, aber leider, wie so oft in solchen Fällen, ist eine tierärztliche Versorgung schwierig, weil sie an Menschen nicht gut gewöhnt sind. Wir haben den Verdacht, dass Micia damals, im Januar 2008, den Weg von dort in unseren Hof gefunden hat, denn es ist für eine Katze wirklich nur „ein Katzensprung“ ; – ) Seit etwa drei Wochen singt hier im Hof ein sehr hübscher Kater seine Opernarien. Wir denken, dass er auch von da drüben stammt und zudem ein früherer Verehrer von Micia ist, denn sein Gesicht sieht sehr deutlich wie das von Pippi aus. Unsere Mädels verhalten sich ihm gegenüber indifferent ( Nur Pippi, die ja sehr territorial ist, wird sich bestimmt bald mal eine fangen von ihm : – ))

Seinen Namen, Jamie, hat er übrigens aus dem Film „Love actually“ ( deutsch: Tatsächlich Liebe“) – kennt den jemand von euch? Eine der Liebesgeschichten, die sich darin miteinander verweben, ist die zwischen dem englischen Schriftsteller Jamie (Colin Firth) und seiner portugiesischen Haushälterin Aurelia. Ihr zuliebe lernt Jamie in dem Film Portugiesisch, und obwohl Colin Firth das nicht schlecht macht – er ist gut zu verstehen -, so kann es einen doch gruseln bei seiner eigensinnigen Grammatik ; – )

Als er zu seinem Heiratsantrag ansetzt, beginnt er mit: “Bonita Aurelia!“ ( = „Schöne Aurelia!“) Der Antrag ist unterlegt mit ganz großartiger Musik des Filmkomponisten Craig Armstrong, deswegen lieben der Prinz und ich diese Szene. Ich sagte immer wieder zum Prinzen „Wenn uns noch eine Katze zuläuft, nennen wir sie Aurelia. Dann kann ich sie, wenn ich ihr die Tür öffne, mit „Bonita Aurelia!“ begrüßen.“

Nun, da wir einen Kater zu Gast haben, heißt er eben Jamie. Er singt sehr durchdringend „Aaaaarrrrooooo – AOOOOOOOO!“ und hat schon kapiert, dass es dann etwas zu Futtern gibt. Er wird langsam zutraulicher, aber streicheln werden wir ihn wohl noch lange nicht können. Er hat Pippis spitze Schnauze, ihre Knopfnase und ihre gelben Augen, dazu eine sehr interessante Fellfarbe, silbrig-schmuddelig-braun, wie ein Weimaraner-Hund. Ich habe mal gehört, dass da drüben auf dem großen Gelände etwa 80 Katzen leben – vielleicht ist das Jamie ja zu eng und er bleibt uns etwas erhalten? Wäre toll. (Foto geht derzeit nicht, weil die Glasscheibe der Terrrassentür so spiegelt, sorry! Folgt aber, sobald möglich!)

Advertisements

Ein Kommentar zu “Jamie

  1. Aurelia ist tatsächlich ein schöner Name.
    Diesen Post hätte ich im Februar gebrauchen können, als ich unsere Mistress (Missy) geholt habe. Die ist wild heran gewachsen, bis sie von Tierschützern eingefangen wurde. Mittlerweile hat sie sich zu einer Kuschelkatze entwickelt, aber am schönsten sind die Momente, in denen sie ihr vertrauen in uns zeigt. Und auch bei uns gab/gibt es Missverständnisse.😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s