Aufräumen!

Bäääh! Sieht das aus hier! *In Staubwolke rumfuchtel* *huuust* ersma aufräumen! Hier liegt ja jede Menge Zeuchs aus den letzen Wochen rum! Nämlich, was wir so unternommen haben und was es Neues gibt.
Zum Beispiel bin ich seit einigen Wochen (vier) bei einem Heilpraktiker in Behandlung, ich habe mich für Akupunktur entschieden. Wir haben hier in Worms einen koreanischen HP, der auf Akupunktur spezialisiert ist. Praktischerweise ist er direkt am Hauptbahnhof, und diese Tatsache hat mich gleich einen Riesenschritt in meiner Gesundung weitergebracht: wir haben ganz nah an unserem Haus die Bushaltestelle, und ich habe mich einfach getraut, in den Bus zum HBF zu steigen (eher: klettern : -)…
Mit dem Behindertenausweis kann ich ja im ÖPNV gratis fahren, und wenn ich den Fahrer höflich frage, ob ich am Ziel auch wieder vorne aussteigen darf (das wollen sie ja eigentlich nicht, Ausstieg ist hinten), dann sagt keiner nein. Das Ganze habe ich zwei Mal gemacht, allein mit dem Bus zum HBF, dann rüber zum Heilpraktiker und alleine zurück. Ich weiß, das klingt banal für eine erwachsene Frau – so, wie wenn ein Vorschulkind zum ersten Mal alleine Brötchen kauft – aber für mich war es ein großer, Mut machender Schritt. Meine Mutter und meine Geschwister haben sich, zusammen mit dem Prinzen, wie wild mit mir gefreut : – )
Ja, und die Akupunktur tut mir sehr, sehr gut! Herr Kwon ist großartig, er ist sehr kompetent und hat eine tiefe Intuition. Er ist fröhlich, liebevoll und fürsorglich – ich empfehle ihn uneingeschränkt.
Ich bekomme Nadeln in die Schulter, den Oberarm, den Unterarm sowie je in den seitlichen Ober- und Unterschenkel. ( Die Nadeln sind nicht viel dicker als Haare und ich spüre sie nicht – zumal die linke Körperhälfte ja eh fast völlig taub ist. Das Ergebnis nach gut vier Wochen: Die Finger der linken Hand waren stark spastisch, d.h. fest  zur Faust verkrümmt. Inzwischen sind die Muskeln sehr weich und die Hand lässt sich ganz leicht öffnen – zur –Freude meiner Physiotherapeutin. Sie meint, das vergrößere meine Chancen, dass ich in absehbarer Zeit die Finger alleine strecken kann ( Zurzeit ist es noch so, dass ich zwar greifen und halten, aber die Hand nicht öffnen kann ( NOCH nicht, wie ich immer betone ; – ) Nach so einer Behandlung bin ich immer total schlapp und müde, denn mein Körper reagiert sehr stark auf die Akupunktur, und arbeitet noch gut zwei, drei Tage nach. Aber: das Laufen geht jetzt viel besser! Ich gehe sicherer (auch ohne Stock) und flotter als bisher!
Dann haben wir in unserer Begeisterung noch was versucht: Bahn fahren. Der Prinz schlug eines Sonntags spontan vor, mal mit der Bahn nach Mannheim zu fahren. Ergebnis: Einsteigen in den Waggon ist ok, es gibt ja die Haltegriffe gleich hinter der Tür, da kann ich mich hineinziehen. Wenn ich dann mal sitze, ist alles gut (besser als im Bus, wo ich mich ganz schön festklammern muss – die Sache mit der Balance ist zwar viel besser geworden, dank guten Rumpfmuskulatur-Trainings, aber trotzdem…
Aussteigen aus dem Zug allerdings: Albtraum! Erstens schließt dauernd die Tür und ich bin einfach nicht so schnell, und dann ist da dieser Spalt zwischen Bahnsteigkante und Waggon, über den ich jetzt (noch) nicht so einfach hinweg hüpfen kann wie früher. Das klappt mit dem linken Bein nicht – ich traue mich nicht, das Körpergewicht darauf zu verlagern, über diesen Spalt hinweg, in dem es, da bin ich sicher, Monster gibt, die nur darauf warten, dass jemand abrutscht und in den Spalt fällt. Ja, nicht umsonst heißt es in den Londoner tubes immer “mind the gap!“ Warum, dachtet ihr, sagen die das über den Lautsprecher an?! Genau, ja.: – )
Ergebnis also: Bahn fahren ist noch nicht angesagt für mich. Allein die Vorstellung, diesen Stress im Berufsverkehr mitzumachen, ist zu viel für mich. Ich war bereits bei diesem Versuch, mit aller Hilfe des Prinzen, schon schweißgebadet, kniezittrig und herzflatterig. Dafür aber habe ich mich im Mannheimer HBF getraut, Rolltreppe zu fahren – und es klappte! Großer Fortschritt!! Denn bisher musste ich immer (z.B. in Einkaufszentren wie dem Loop5 oder der Rheingalerie) auf Aufzüge ausweichen, da mir nicht klar war, wie ich balancetechnisch den Schritt auf die und von der Rolltreppe hinkriegen sollte. Das geht ja immer etwas ruckartig, da muss man das Gleichgewicht halten bzw. seine Füße sehr schnell bewegen können. Ich habe mir ausbaldowert: Gewicht aufs linke Bein, dann mit dem rechten Fuß schnell au f die Rolltreppe treten, ganzganz schnell dieses schwarze mitlaufende Festhalteband (wie heißt das???) greifen – und hochfahren. Oben kurz vor dem Ausstieg wieder Gewicht aufs linke Bein, schnell irgendwo hin fassen, festhalten ( Im HBF Mannheim sind da so Stangen; – ) und runter von der Rolltreppe. Ich war mörderstolz! Das war wieder ein toller Fortschritt. Zur Belohnung gab’s Kaffee und Kuchen bei Coffee Fellows, von denen ich sogar einen Gutschein hatte aus der Zeit, als ich noch jeden Morgen und Mittag im Bahnhof war (also vor dem Hallamati
Ach ja, am 24. Februar hatte ich Geburtstag… der Prinz überraschte mich mit diesem tollen Geschenk hier:

Bildund dann mit einem Frühstück im wunderbaren Café zum schwarzen Walfisch in Heidelberg (große Empfehlung! Auf dem Rückweg kurvte der Prinz wild durch die Pampa… ich merkte erst recht spät, dass der Name der Stadt, in der der Lakritzenbruder lebt, schon dreimal auf den Hinweisschildern aufgetaucht war…Es stellte sich heraus: Der Herr Prinz hatte unterwegs klammheimlich mit meinem Brüderchen gesimst und einen Spontanbesuch ausgemacht – also alle wussten Bescheid, nur ich nicht : – ) Mein Bruder und meine tolle Schwägerin freuten sich und die Kinder, die den Prinzen sehr lieben, waren entzückt. Wir stießen mit Sekt auf meinen Geburtstag an. Ich fragte nach etwas zum Knabbern, meine Schwägerin stellte eine Packung mit Kinder-Schokolade-Riegeln auf den Tisch und lachte: „ Die hat [Bruder] extra gekauft, weil er weiß, dass Lakritzi die mag.“ Marie (Pauls kleine Schwester, sie wird bald drei) stellte sich unauffällig neben die Schachtel und sagte betont beiläufig:“ Wir magen die auch…“ *gezielt zwei Riegel rausgreif* Ich fiel fast von der Couch vor Lachen….meiner Mutter erklärte Marie kürzlich noch ernsthaft: „Das weißen wir nicht.“ Mir ist immer noch nicht klar, ob sie mit dem „wir“ meint „Paul und ich“ oder ob das schlicht Pluralis Majestatis ist : – ))))
So, das war der 53. Geburtstag.. ach ja, am 8. Februar hatten wir aus dieser Neun eine 13 gemacht! DREIZEHN – WAHNSINN!!!!! ( und das natürlich beim neuen Lieblingsitaliener in Obrigheim gefeiert 😉
Das war so das Wichtigste, was bei uns in der letzten Zeit gelaufen ist. Alles prima hier, den kleinen pelzigen Stinkern geht’s auch gut ; – ))

Advertisements

3 Kommentare zu “Aufräumen!

  1. Happy Birthday! Das ist ja toll, dass alles gut laeuft. Ich freu mich riesig mit Dir/Ihnen!
    Bei mir gibts nicht viel Neues, deshalb auch ziemlich Stille im Blog. Alles okay, I am busy. Immer. Bin aber auf Instagram und facebook zu finden.
    Ich wuensche von Herzen alles, alles Gute, und das alles weiter so schoen aufwaerts geht. Und einen Prinzen koennen wir alle gebrauchen, ich fand meinen nach langer, langer Zeit allein…

  2. Alles Gute nachträglich zum Geburtstag! Schön zu lesen, dass es euch gut geht und du so tolle Fortschritte machst!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s