Frau Lakritze hat Nachholbedarf

Nachholbedarf – aber jede Menge, Ihr Lieben, ich habe ja seit Weihnachten nichts mehr geschrieben. Zugegeben, ich habe mich auch ein bisschen gedrückt, weil das Tippen einhändig so mühsam ist, aber es hat sich doch so einiges getan. Den von unseren Katzen geschmückten Weihnachtsbaum habt ihr ja gesehen ;  – ), unter ihm haben wir ganz kuschelig Bescherung gemacht und  unseren gemeinsamen Lieblingsfilm „Notting Hill“ geguckt. Der Prinz schenkte mir das etymologische Wörterbuch, das ich mir gewünscht hatte, ich ihm ein sexy Männerparfum ; – )

Am 2. Weihnachtstag düsten wir ab Richtung Oldenburg, zur allgemeinen Nicht-Überraschung. Da unsere FeWo in Harkebrügge renoviert wurde, mussten wir ausweichen, ich habe einen schnuckeligem Bauernhof bei Barßel gefunden, mit einer tollen ebenerdigen Wohnung, vielen hübschen Kühen, Pferden und Ponys (Ideal für Familien mit Kindern, wer die Adresse möchte, kann mich unter lakritzefrau(bei) web.de fragen.!)

Der Prinz hielt sein Versprechen, diesmal keinen Herzinfarkt zu bekommen, was ich echt voll nett von ihm fand. Zuerst besuchten wir natürlich unsere Freundin Edda, die Schmiedin, die sich riesig freute.

Hier seht ihr Edda, das war bei unserem letzten Urlaub, bei Vapiano in Oldenburg:

Bild

Natürlich verbrachten wir auch wie immer Zeit oben an der See – der Prinz braucht den Blick aufs Wasser, das muss wohl das innere Erbe seines Opas sein, der war nämlich Rheinschiffer. Wie immer gingen wir in Greetsiel in der Fischereigenossenschaft essen (Ja, ich habe „gesündigt“ und Tiere gegessen, was ich sonst nicht tue! ; – )

Die Sehnsucht des Prinzen nach der See brachte uns auch mal wieder nach Dangast, das liegt am Jadebusen, gegenüber von Wilhelmshaven. Dort fanden wir- bei eisigem Regenwind – ein bezauberndes kleines Restaurant namens „Störtebeker, wo ich eine fantastische Kohlrabi-Birnen-Suppe aß.  ( A apropos: vor einigen Jahren war ich mal in einer Quizshow im ZDF dabei, sie hieß „Risiko“. Einer meiner Mitkandidaten war ein junger Mann namens Klaus Störtebeker, der tatsächlich mit dem gleichnamigen berühmten Piraten verwandt war und sich diesen auch als sein Quizthema ausgesucht hatte. Das war faszinierend.)

Kurz, wir haben in diesem Urlaub viel, viel gegessen (war ja auch Weihnachten, nech? , – ) Ich hatte viel Spaß mit den Kühen, die alle noch jung waren, sehr neugierig und wirklich hübsch. Übrigens gehörten sie nicht auf den Hof, sondern der Bauer verpachtetim Winter den Stall an einen Nachbarn, der seine Kühe dort regelmäßig überwintert, damit sie vor Kälte und Schnee geschützt sind.

Motivation zum schnellen Gesundwerden für mich: Der Chef des Hofes hat mir versprochen, dass ich bei der Arbeit im Stall helfen darf, wenn ich mich wieder richtig bewegen kann!!!! Yeah! Go, me!

Wir verbrachten viel Zeit mit Edda und „Muddi“, ihrer Mutter, für die wir schon längst wie Familie sind. Edda liebt es, mit uns essen zu gehen – wir waren zweimal im Vapiano und einmal im Casa Vecchia, einem sehr gemütlichen italienischen Restaurant, das allerdings am Silvesterabend total ausgebucht war. Der Prinz und ich haben in diesem Urlaub ganz nett an Gewicht zugelegt ; – ), aber das lag sich er auch an den vielen Stunden, die wir vor dem TV mit der Big Bang Theory zubrachten. An Silvester war es angenehm ruhig – auf dem Hof wird wegen der Tiere nicht geballert.

Ach ja, etwas Verrücktes haben wir noch gemacht: eine Spontan-Tour nach Amsterdam (ok… „spontan“ heißt von dort aus immer noch drei Stunden Fahrt, aber es war klasse!) Wir suchten aufs Geratewohl einen Parkplatz im Zentrum und marschierten einfach drauflos ( ich mit Rolli, der Prinz zu Fuß) Irgendwann wurde die Menschenmenge für mich ungemütlich dicht – als ich spärlich bekleidete Frauen in rötlich beleuchteten Schaufenstern entdeckte, wurde mir klar, warum : – ) Mein Verdacht bestätigte sich beim Anblick eines Werbeschildes vor einer Bar: „echt ficken auf Bühne“ : – )) nee, danke! Allerdings kamen wir vom Regen in die Traufe: Ein Höllenlärm aus Trommeln, schrillem Pfeifen und Maschinengewehr-Rattern erschreckte mich so sehr, dass ich beinahe wie ein kleines Kind zu weinen begann. Erklärung: wir waren ins chinesische Viertel geraten, wo die Bewohner ihr Neujahrsfest feierten. Um die bösen Geister zu vertreiben, ist bei den Chinesen Lautstärke das Wichtigste… stellt euch also vor: China-Böller, zu Batterien verbunden, die losgehen wie Maschinengewehre – es war schrecklich. Der Prinz hielt mir die Ohren zu ; – )

Zu Entspannung aßen wir einen wunderbaren Apple crumble in einem netten englischen Bistro, geführt von einem sehr netten niederländisch-englischen Pärchen.

Also, der Urlaub war wie immer klasse, nur sehr kalt – und ich war zu doof, mir vorher ein paar wichtige Telefonnummern für ein Blogger-Kaffeetreffen aufzuschreiben! – sorry, Mädels!

Apropos doof: erinnert ihr euch noch, dass ich in der Reha im Saarland mein Eifon geschrottet hatte, in dem ich es auf das Autodach legte? Nun, der Prinz hat hier in Worms einen Laden gefunden, der das zersplitterte Display für 35 Euronen erneuert hat. Ich freue mich, denn mit dem Android konnte ich mich nie wirklich anfreunden.

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