Frau Lakritze ist pappsatt : – )

Sagt mal, Ihr Lieben, ist es bei euch auch so bitterlich  kalt geworden? Ich zittere draußen schon wie Espenlaub bei dem winterlichen Wind und trage sogar schon Ski-Unterwäsche! Dafür hatten der Herr Prinz und ich aber ein fantastisches Wochenende:

Gestern, am 11.11., war mein „zweiter Geburtstag“, und da das Tivoli, wo wir das feiern wollten, montags Ruhetag hat, haben wir das Festessen kurzerhand auf heute (Dienstag) gelegt.

Am Samstagabend gab der Frauenkreis unseres Dorfes den jährlichen Martins-Brunch, der schon legendär ist und für den man nur schwer an Karten kommt(Wiltrud versorgt uns  ;). Aus organisatorischen Gründen wurde dieses Jahr ein Abendessen daraus, wie immer unter einem Thema, diesmal hieß es „Cena di Pescatore“, Fischer-Abendessen. Das war ein sensationelles sechsgängiges Menu und ich wunderte mich kein bisschen, als ich beim Eintreten in den Gemeindesaal die gesamte weibliche Hälfte meines Chores beim Kochen vorfand ; – ) Unter anderem hatten sie Lachfilets in Bananenblätter gewickelt (gibt es im Asia-shop) und sie darin mit Zitronenscheiben gegart – tolle Idee! Was ich total rührend fand: Sie hatten extra mir zuliebe bei jedem Gang etwas getrickst, so dass er vegetarisch wurde.  Mein Lieblings-Dessert war der Schoko-Kuchenteig mit Birnenstückchen, in der Kaffeetasse gebacken! Zu alldem gab es Schwarzburgunder und – nach Wahl – Aperol Sprizz, mit dem der Prinz und ich wehmütig auf unsere Venedig-Erinnerungen vom Juni 2011 anstießen ( dort haben wir das ganz oft getrunken, und  wir wollen bald wieder hin! ). Am Morgen nach diesem grandiosen Abend  waren wir nicht mal mehr in der Lage zu frühstücken : – )  Wir hatte viele gute Gespräche mit Leuten aus der Nachbarschaft, die man sonst eher selten sieht, weil sie eben doch einige Straßen weiter weg wohnen.

Am Sonntag, also vorgestern, ging es nochmal ins Saarland, denn da gab Victor, mein Musiktherapeut aus der Reha ( der mich ans Singen gebracht hat), ein Klavierkonzert

Er spielte Bachs „Goldbergvariationen“, und zwar komplett auswendig(!!!)

Hier könnt ihr Victor sehen  (foto(c): Victor Giraldo

Bild

Ich liebe die Goldbergvariationen – wer sie auch kennt und Jazz mag, sollte sich unbedingt die Jazz-Version vom Jacques Loussier-Trio anhören – phantastisch!!!!

Nach dem Konzert gab einen kleinen Sekt-Empfang, bei dem Victor und ich uns feierlich in die Arme fallen und uns doll und dusselig über unser Wiedersehen freuen konnten. Als der Prinz nachfragte, ob es Absicht sei, dass der Flügel“ oben ziemlich hart gestimmt“ sei, verfielen er und  Victor sofort in musikalisches Fach-Chinesisch ( Der Prinz ist Orgelsachverständiger und hat als Kind mal den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ mit seiner Violine gewonnen).Für mich war es sprachlich schön: mit Victor konnte ich spanisch babbeln(er ist in Kolumbien aufgewachsen) und mit seiner italienischen Mutter konnte ich meine halb vergessenen Italienisch-Reste auffrischen.

Auf dem Rückweg machten wir drei Dörfer vor zu Hause bei einem Italiener Halt, der uns empfohlen worden war (Ich fragte den Kellner nach dem Namen des Hundes und der Kellner fragte mich, ob ich Italienerin sei – Freude!) Leckeres Essen –und wieder rollten wir pappsatt ins Bett…

Also kurz: das Wochenende war grandios – und ich freue mich schon sehr aufs übernächste: da feiern meine Schwester und ihr Mann gemeinsam ihren jeweils 50.Geburtstag mit einem Brunch, das wird klasse, vor allem, weil ich dann meinen wunderbaren Webelf wiedersehen werde, der ja lange in Australien war, über ein Jahr lang.(WAH – meine kleine Schwesti wird 50 – ich werde alt!!!!! : – ))) hihi…

Was wir am kommenden Wochenende unternehmen werden, wissen wir noch nicht – aber ich freue mich drauf! Fühlt euch gedrückt!

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Ein Kommentar zu “Frau Lakritze ist pappsatt : – )

  1. Liebe Nicole
    Thermo-Unterwäsche! ha! trag ich schon seit Oktober… ich muss morgens so früh raus, dass ich in den ‚klimatisierten‘ Zügen bibbere und mir immer noch zusätzlich ein grosses, warmes Tuch über die Beine lege. Ich stelle mir dann vor, ich sässe in einer Kutsche und führe*) durch eine Winterlandschaft. Nein: meistens schlafe ich eh. 🙂 Und nachts habe ich auch immer eine kleine Kuscheldecke, welche ich mir über die Schultern lege, damit ich die Hand frei habe, um unser Fellnäschen zu streicheln ;-). Komme mir im Winter immer vor wie Linus (das war doch der mit der Schmuddeldecke, nicht?).
    Mein Liebster wird im Dez. auch 50 und ich denke immer: na endlich! 😀 Kennst du Elke Bergsma? Sie schreibt Ostfriesland-Krimiromane, ist momentan meine Unterhaltungslektüre wenn ich im Zug nicht schlafe…
    Halt dich warm und *drückzurück* – Herzliche Grüsse, Renata.
    —- *) ist das korrekt??

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