Frau Lakritze macht weiter

Puh, jetzt war ich ja mal lange wieder schreibfaul, ihr Lieben… in den letzten drei, vier Wochen waren wir wieder etwas mehr unterwegs, der Herr Prinz und ich. Wir hatten uns im ersten Winter nach dem Hallamati angewöhnt, öfter in die shopping malls der Umgebung zu fahren: sie sind wettergeschützt, bieten Interessantes zum Gucken und – für uns immer gut – oft italienische Kaffeebars oder kleine Thai- Imbisse. Der Vorteil für mich: auf den glatten Böden verbraucht der Akku meines Rollis so gut wie keinen Strom, hält also viele Stunden.So  waren wir auch jetzt im Oktober viel unterwegs, zum Beispiel im Loop5 in Darmstadt, in der noch fast neuen Rheingalerie in Ludwigshafen und im mir bis dahin noch unbekannten „My Zeil“ in Frankfurt. Ja, der Name ist bescheuert, das Gebäude erinnert aber stark an den vom Prinzen sehr verehrten Norman Foster; es war ein cooler Tag in Frankfurt (obwohl ich die Stadt nicht so mag, außer zur Buchmesse).

Etwas Spannendes ist aber passiert: Als ich kürzlich von einem Besuch bei unserer Dorfpostmeisterin heimkam (wir Mädels hatten in der gemütlichen kleinen Poststelle eine Weile schön geplauscht), fand ich einen Anruf auf dem AB: es war ein Mitarbeiter vom Rhein-Neckar-Fernsehen, der mit mir wegen meiner Barfußschule sprechen wollte. Blöd: beim Versuch, zurückzurufen, löschte ich den Anruf versehentlich. Nu ja, shit happens. Halb so wild. Ich rief beim RNF an und hinterließ wiederum dort, der betreffende Kollege möge sich bitte noch einmal melden. Dann überlegte ich: wollen die was drehen? Wenn ja, was kann ich denen zeigen? Klar, wild auf der Wiese rumgaloppieren wie vor dem Hallamati  dürfte jetzt nicht mehr ganz so einfach sein. Aber: Ich kann noch genauso gut reden wie vorher, also den Sinn des Barfußgehens und meiner Kurse zu beschreiben: no problem. Und das Agieren vor laufender  TV-Kamera ist kein Ding für mich, hab‘ ich schon öfter gemacht (wenn ich mich auch jedes Mal hinter her in der jeweiligen Sendung furchtbar peinlich fand ; – )) Und der rechte Fuß ist ja noch fit!

Der Prinz und ich fuhren also am letzten Wochenende zum Herrnsheimer Schlosspark, wo ich  immer die Barfußkurse gehalten hatte (und bald auch wieder halten werde). Dort lief ich mal ein wenig barfuß über die Wiese und guckte, wie das so geht. Das Wetter war allerdings fies: sehr nass und kalt-windig, kurz: es machte nicht wirklich Spaß. Ich merkte aber:einen  Kurs halten ist auf jeden Fall möglich – Ich muss halt mehr mit Worten erklären statt mit den Füßen zeigen. Kein Ding, zumal ich ja zu meinen Kursen immer Schulungsmaterial dazu gebe. Zum Glück hatte Toni geöffnet, der Inhaber des Restaurants/Bistrots in der früheren Orangerie des Schlosses.(einige von euch kennen es ja ; – ) Leider war meine heißgeliebte Käse-Sahne-Torte aus, aber Kaffee zum Aufwärmen hatte er reichlich ; – )

Ein weiterer interessanter Anruf: Eine sehr nette Frau sagte, sie habe meine Webseite im #Neuland gefunden – sie interessiere sich für Reiki, und ob sie bei mir ein Praktikum machen könne? Ich wusste erst mal nicht, was ich dazu sagen sollte, und lud sie spontan zum Kaffee ein. Das war eine gute Entscheidung, wie sich zeigte, denn wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut und hatten eine sehr nette und gute Kaffeestunde zusammen. Leider hat sie null Ahnung von Reiki, könnte mir also nicht wirklich eine Hilfe sein. Und das, was bei Reiki-Seminaren zu tun ist, kann ich auch prima allein managen (das sind eh immer Einzelpersonen, Gruppenveranstaltungen  lehne ich bei Reiki ab. Zudem mache ich ja selten nur Reiki allein – ich kombiniere das meist mit kleinen, persönlichen systemischen Arbeiten („Familienaufstellungen“) oder mit Psycho-Kinesiologie-Sitzungen – und da kann mir niemand helfen, das läuft über Intuition. Ich überlegte der netten Frau zuliebe, ob ich sie vielleicht an jemand anderes verweisen könnte für ihr „Praktikum“, aber mir fiel keine Person ein, die ich für vertrauenswürdig  halte. Die eine, die mir einfiel, wohnt zu weit weg, in Westhofen.

Dann kam noch eine interessante Mail: eine Mitarbeiterin eines Saarbrücker Verlages schrieb, sie habe dieses mein Blog gefunden, lese schon eine Weile hier  mit und fände meine Geschichte so spannend, dass sie sich vorstellen könne, dass ihr Verlag, der auf Biographien spezialisiert ist, diese gern drucken würde. Hm. Ich checkte erst mal: kein Zuschussverlag, sieht seriös aus. Ich will sie Anfang der Woche anrufen – ich habe durchaus schon daran gedacht, all das mit dem Hallamati mal aufzuschreiben, denn ich habe nicht nur Schlimmes und Betrübendes, sondern auch Schräges und  Interessantes erlebt – ja, es gab auch überraschend schöne und beglückende Erlebnisse. Und mit so einem Bericht könnte ich ja vielleicht anderen helfen, die das Gleiche durchmachen wie ich und ihnen zeigen: Ja, es ist oft Scheiße, aber es gibt keinen Grund, aufzugeben. Denn, und das sehe ich, wenn ich Reiki-Klienten im Haus habe und jetzt, wo sich das RNF gemeldet hat: Ich kann alles noch tun, was ich vorher getan habe – vielleicht nicht mehr exakt genauso, aber trotzdem: Ich kann es noch, auch wenn da die Leute sind, die versucht  haben, mir das alles kaputtzumachen: erstickt an eurem Neid – arbeitet einfach mal was und baut euch selber was auf (möglichst, ohne von meiner Webseite und der des Prinzen zu klauen!) Ich mache weiter!

Denn: „anders“ heißt nicht: schlechter oder besser, es heißt einfach nur das: „anders“. „anders“ ist wertfrei. Und solange ich lehren und anderen beim Heilen ihrer Seele helfen kann, bin ich glücklich. Meiner derzeitigen „Reiki-Azubine“ ist es total wurscht, ob ich beide Hände gleich geschickt und fließend bewege oder nicht und wie schnell ich im Zimmer herumlaufe. Es ist, wie gesagt, nur etwas anders als früher, aber noch genauso schön und erfüllend. Fazit: Ich bin zurück! Ich mache weiter!

One thought on “Frau Lakritze macht weiter

  1. :-)))))
    Ich freu mich so für dich! Und du sagst ja nochmal Bescheid ob und wann du ins Fernsehen kommst, oder?

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