bootcamp, Woche2, Tag 5

Sorry – ich bin im Rückstand mit meinen Berichten – verspreche Besserung!!!

Ihr Lieben, einige von euch haben nach der Wassergymnastik gefragt. Also: nix war’s damit – dem Therapeuten fiel beim Anblick meines Rock’n’Rollis genauso das Gesicht in Scheiben wie der Wanderungs-Dame:- )

Denn:  oben am Beckenrand läuft eine Art Reling entlang, eine Griffleiste, an der sich die Teilnehmer bei den Übungen festhalten können und sollen. ( schafft meinelinke Hand noch nicht…) Zudem ist das Wasser tiefer, als ich groß bin, also tiefer als 1,70 Meter. Dem netten Therapeuten war es peinlich, mich wegschicken zu müssen, aber offen gestanden war ich gar nicht sehr traurig darüber ; – ) Ich bin kein großer Wasser- und Schwimm-Fan. Dafür habe ich mich gestern Abend super gut lächerlich gemacht und den Knaller schlechthin gebracht: ich rolli-te mit einer Tasche Wäsche in den Waschkeller, wo je drei Waschmaschinen und drei Trockner stehen, die die Patienten gegen eine kleine Gebühr nutzen können. Eine ältere Dame, sehr freundlich und extrem gesprächig, war schon da. Ich erfuhr jedes Detail über ihre Wäsche, ihre Ärztin und ihre Krankheit, Also steckte ich schnell meine Wäsche ein,  kippte Waschpulver ins Fach,  warf die Wertmünze in den Zähler und rollerte schnell raus. Der Zähler hatte 90 Minuten angekündigt, danach fuhr ich wieder runter. Die nette ältere Dame stand am Bügelbrett und empfing mich mit dem Worten: „Tja, Mäuschen, ich weiß auch nicht, wo deine Wäsche ist…“ Hä?! Ich schaute fassungslos auf die Waschmaschine, die seelenruhig zurückschaute – mit leerer Trommel. Meine Wäsche. Weg. Futsch. geklaut…?  Die bügelnde Dame sagte, an der Maschine sei ein Mann gewesen. Ich blieb erstmal ganz ruhig. Ich bin seitSommer2010 beispielsweise von dem Stalker so dermaßen psychisch abwegige Handlungen gewöhnt, dass ich mich kaum noch frage, warum ein Mensch völlig  bekloppte Dinge tut. Für ein bisschen Aufmerksamkeit tun manche Leute alles Mögliche – warum also nicht in einer Reha-Klinik eine Waschmaschine gleich nach dem Schleuderprogramm ausräumen?

Ich schnappte mir die Liste, in die sich die Wäschewascher mit Namen und Zimmernummer eintragen und rolli-te ins Schwesternzimmer. Die Schwester suchte den Namen vor mir in der Waschliste  im Computer und rief auf dem entsprechenden Zimmer an Nein, sagte der Mann, er habe nur seine Wäsche mitgenommen, die hänge er gerade auf und  es sei eindeutig seine eigene Wäsche. Nun ja. Ich bedauerte lediglich den Verlust meines Lieblingsschlafanzuges, pfeif auf alte Sportsocken und mottenlöcherige T-Shirts. (außerdem: wer hat schon so viel Verstand, dass er/sie sich über ein Wallis-Bird-T-Shirt freuen würde? Eben;-)

Langer Rede kurzer Sinn: Ich hatte das nagende Gefühl, nicht richtig nachgesehen zu haben, also fuhr ich nochmal runter und schaute in alle Maschinen und Trockner- gründlich hinein…. und siehe da: aus dem Bullauge der mittleren Maschine blinzelte mir das vertraute Blau-weiß meines Lieblings-Schlafanzuges entgegen! Die nette Dame und  ich hatten schlicht die Maschine verwechselt! Zusammen mit den Schwestern hatte ich dann noch einen sehr lustigen Abend „auf Station“ : D Den Trockner habe ich nicht verwechselt – ich setzte mich mit meinem Kindle daneben und las „Sarum“ von Edward Rutherfurd weiter, das ich gerade zum zweiten Mal lese und immer noch toll finde und sehr empfehle.Die Nacht konnte ich im Lieblingsschlafanzug verbringen und nun ist das Thema „Wäsche“ erstmal für eine Weile erledigt :- )

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5 Kommentare zu “bootcamp, Woche2, Tag 5

  1. liebe frau lakritze,
    vielen dank für den lesetipp! ich freue mich immer über empfehlungen und habe eben gesehen, dass meine bibliothek dieses buch auch anbietet. ich werde berichten.
    weiterhin eine gute zeit !! liebe grüße, ihr waldkind

  2. Sehr gerne, liebe Elvi!!! Ich freue mich immer sehr, wenn ich Bücher, die ich liebe, teilen kann 🙂 Übrigens bin ich mit Edward Rutherfurd über Facebook in losem Kontakt und er ist sehr liebenswert, nett und freundlich. Seine anderen Bücher, vor allem „London“, „New York“ und die drei Irland-Bände, finde ich ebenfalls spannend und großartig. Aaaaach ja – er hat gerade „Paris“ herausgebracht – unbedingt auch lesen! : – ))

  3. aahhh. ich sitze hier mit offenem mund. soviel ! wie passend, dass ich gerade meine charlotte-link-phase beendet habe *grien* morgen ist biblio-tag und das wochenende steht vor der tür *froi* lese-wochenende 🙂
    ich habe noch eine bitte: könnten sie mir wohl bitte bitte ihre reha-adresse mailen? DANKE !
    liebe grüße, elvi

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