bootcamp, Woche 1, Tag 2

Ihr Lieben, seit gestern, Dienstag, bin ich in der Reha-Klinik, die mich auf den Wiedereinstieg in den Beruf vorbereiten soll, sie liegt praktisch mitten im Wald, im schönen Saarland(hier  in der Pfalz auch „Muffeland“ genannt). Und wie im Exilblog angekündigt, will ich mein „Reha-Tagebuch “ hier im Lakritzeblog führen.  😉 Die Saarländer (pfälzisch:“Muffelänner“) ärgern sich über diesen Spitznamen, dabei hat dieser gar keine boshafte Geschichte: Wenn man in der Nachkriegszeit mit der Bahn von der englischen Besatzungszone(Rheinland-Pfalz) in die französische Besatzungszone (Saarland) fahren wollte, benötigte man dazu eine militärische Umsteige-Fahrkarte, kurz: MUF J))

Ich habe ein nettes Einzelzimmer und schaue vom Balkon direkt auf eine gigantische grüne Wand aus Eibe, Buche und Birke. Die Vogelkonzerte morgens und abends sind sensationell.

Das Packen (wir hassen es beide) war ein Alptraum, aber ich habe an alles gedacht: Laptop, Kindle, iPad, Eifon und alle Ladegeräte. Bin also wohlversorgt  😉 Und gemäß der Tatsache, dass wir im zweiten Jahrtausend leben: ich bin mit einem  Modem im #Neuland!!!!! Echt jetzt, kein Witz! Die Klinik hat Wlan nur unten imFoyer!

Im Gegensatz zu den vorigen Kliniken, in denen ich war, schmeckt hier das Essen sogar…. Naja, geht so. Für jemanden wie mich, der nur mit frischen Zutaten kocht, wird das Konzept „Großküche“ nie verständlich sein…

Die Klinik gefällt mir gut, die Schwestern sind herzlich, liebevoll, fürsorglich und fröhlich. Die gute Stimmung überträgt sich auf alle Patienten, die einen wohltuend freundlichen Umgang miteinander pflegen. Gestern fühlte ich mich al Neuzugang noch etwas einsam, aber heute gefällt’s mir schon viel besser.

Die Logopädin (sehr sympathisch) sagte mir heute, wir könnten beim nächsten Termin gleich „auf einem anspruchsvolleren Niveau“ anfangen. Dieses Kompliment habe ich gleich an meine  Logo weitergegeben, die immer zu uns nach Hause kommt. Sie freute sich riesig. Ansonsten stehen mir noch Ataxie-Gymnastik, Ergometer-Training und Wassergymnastik bevor. Dazu eine witzige Geschichte: In der Packliste der Klinik stand: “Badebekleidung, zweifach. “Äh. Ich besaß überhaupt kein Badezeugs, weil ich noch nie gerne schwimmen ging. Widerwillig knurrend ließ ich mich also vom Prinzen in die örtliche Einkaufspassage fahren, wo ich hoffte, dass ich so was bei „Cheap &Awful“ finden könnte. Was ich fand, war: groß und kitschig geblümt, ab Größe 48, Oberteile mit Plastikschalen, in die ohne weiteres wohlgefüllte Kuheuter gepasst hätten. *seufz* Da ich aber in den eineinhalb Jahren seit dem Hallamati  von 68 auf 51 Kilos geschrumpft bin, folgte  ich verzweifelt  dem prinzlichen Vorschlag, es mal bei Hager & Mager zu versuchen, und fand dort zwei Sportbikinis, die mir passten und gefielen.(Ich hasse Klamottenkaufen noch mehr als Kofferpacken!)

Morgen habe ich zum ersten Mal Wassergymnastik und ich habe einen Heidenschiss davor. Wegen der nassen Fliesen, ich laufe doch noch so unsicher… aber ich erzähle dann morgen, wie es war.

Übrigens: 1über Besuch freue ich mich! Wem das Mufffeland nicht zu weit ist, der/die kann gerne per Handy einen „Überfall“ zum Kaffee mi mir ausmachen (Nummer gebe ich per Mail unter lakritzefrau@web.de raus ;))

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2 thoughts on “bootcamp, Woche 1, Tag 2

  1. liebe frau lakritze,
    ich wünsche ihnen von herzen eine wunderbare zeit und hoffe, dass sie in der reha alles bekommen, was ihnen gut tut und ihnen für ihre nächsten schritte weiterhilft. ich freue mich auf ihre geplanten berichte. lassen sie es sich richtig gut gehen!
    liebe sommergrüße, ihr waldkind, die für einen besuch zu weit weg wohnt

  2. Tja, fuer einen Besuch wohne ich auch viel zuweit weg, aber ich schliesse mich den Wuenschen von oben an, gute Besserung, viel Spass, und beim Wasserplanschen werden sie dich nicht fallenlassen, ganz bestimmt. Ich kann das Unsicherheitsgefuehl gut verstehen, vor 10 Jahren fiel ich hin, und brach meinen OberschenkelwasauchimmerKnochen, was bedeutete, dass sie mir eine neue Huefte einsetzten. Das erste mal ohne Kruecken – ach herrje, nicht so toll, und grosse Unsicherheit, ich kann mich gut danach erinnern.
    Inzwischen stelle ich alles moegliche an, und denke fast nie an die Ersatzhuefte.
    Der Punkt? Ach, das klappt.
    Und das mit den Mufflelaendern hatte ich auch noch nicht gehoert!
    Saarland ist, schoen, stimmt. Mein Bruder schleppte uns mal als wir auf dem Hunsrueck auf Besuch waren zu dem Wall bei Otzenhausen -http://de.wikipedia.org/wiki/Ringwall_von_Otzenhausen – sehr beeindruckend.
    Also, falls Du ausbrechen darfts, und der Wall in der Naehe ist, kann ich ihn nur empfehlen.
    Lass Dirs gut gehen, viel Spass, bis bald!

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