Frau Lakritze hat einen backFLASH

Ihr Lieben,

Ihr hattet das ja verpasst, weil ich zu dieser Zeit(im letzten „Sommer“) noch nicht wieder bloggte: Wir hatten für eine Woche lang einen Hund: Flash. Das war er, kurz nach seiner Ankunft:

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Ich hatte so gute Heilungsfortschritte gemacht, dass ich ankündigte, bald ins Tierheim zu gehen und mir endlich den Wunsch meines Lebens zu erfüllen: einen Hund. Eine liebe Bekannte hörte davon und vermittelte uns den Kontakt mit einem sehr netten jungen Paar, Nikki und Jim, die einen Scheidungshund in Pflege hatten, der ein Zuhause braucht – eben Flash, ein sechs Jahre alter Basset. Wir vereinbarten einen Besuch bei uns. Flash war charmant und zudem der erste Basset, den ich live kennenlernte. Ich kannte die Rasse bis dahin nur über den militanten Opa aus „Klimbim“  – wer von euch erinnert sich noch an die Serie? Da hieß der Basset allerdings Heinrich und nicht Flash, obwohl, wie Jim erklärte, auch Flashys Name aus einer TV-Serie stammt. Unser Flash war mit einer Katze aufgewachsen und freute sich sehr über Micia und Pippi, war allerdings bitterlich enttäuscht, als sie vor ihm Reißaus nahmen. Er war sehr gut erzogen und gab sich große Mühe, ein angenehmer Hausgenosse zu sein. War er auch: still, liebevoll und treuherzig, vor allem dem Prinzen sehr ergeben (das war soooo süß…) Vereinbart hatten wir mit Nikki und Jim, dass Flash erst mal zwei Wochen bei uns probewohnen  und dann entscheiden sollte, ob er bleiben möchte. Wir hatten viel Freude mit ihm – ich fand am Besten, dass er nicht schnarchte, das kenne ich von Hunden sonst nicht. Wie ist das bei euren Hunden? Flash schlief auf dem Sofa bei meinem Bett in meinem Zimmer, das fand ich toll.

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Was uns nicht klar war: So ein großer Bassett bringt 35 Kilo auf die Waage und kann stur wie ein Holzbock sein, das heißt: wenn er steht, dann bringt ihn nichts auch nur einen Schritt weiter, wie ein Maultier. Außerdem lief er mir im Haus gern direkt vor die die Füße und blieb stur da stehen J Waren wir im Auto unterwegs und der Prinz stieg mal kurz aus – z.B. zum Tanken,  – dann konnte Flash heulen wie ein komplettes Orchester, mit einer sagenhaften Klangbreite (ok, der Prinz stand ja auch tapfer jeden Morgen um sechs Uhr (!)auf, um mit ihm Gassi zu gehen).

Mit der Zeit und besserem Wetter stellte sich jedenfalls heraus: der Hund ist zu groß und zu stark für mich, mit nur einer Hand nicht zu managen, schon gar nicht zusammen mit dem Rollstuhl, den ich immer noch hin und wieder nutze, vor allem,  wenn ich vorher weiß, dass längere Strecken (Fußgängerzone, Einkaufszentrum…) vor mir liegen. Wir riefen Nikki und Jim an, die sagten “Ok, dann bringt ihn wieder her. Ungern taten wir das, Flash und seine Familie waren glücklich, ihn wiederzuhaben (dazu gehören noch ein Hund und eine Katze). Ich weinte bitterlich beim Abschied und seufze heute noch wehmütig, wenn ich Flashys treuherziges Gesicht auf den Fotos sehe. Wir diskutieren hin uns wieder über einen kleinen Hund (Malteser, etc.) – aber der Prinz weigert sich kategorisch. Er nennt kleine Hunde „Ratten“ – er hätte gern einen Molosser oder eine Dogge, also einen „richtigen Hund“. Mal abwarten, bis der erste Chihuahua oder Bichon ihn so um die Pfote wickelt, wie Micia es bereits getan hat 😉 Ich vermisse vor allem das muntere Klicken seiner Krallen auf dem Boden…

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6 Kommentare zu “Frau Lakritze hat einen backFLASH

  1. ist das ein Monsterexemplar oder werden die alle so groß?
    60 kg ist ja mal eine Ansage.

    ihr findet bestimmt mal, in dem Moment wo ihr nicht damit rechnet, einen tollen Hund der auch dem Prinzen gerecht wird.
    wobei Doggen schon tolle Tiere sind… 🙂
    mir aber auch zu groß, da muß man einfach mal realistisch sein und sehen: kann ich den Hund überall hin mitnehmen, wenn nein habe ich jemanden der ihn mir vielleicht für ein paar Tage abnimmt?
    mit Unserem zum einkaufen oder auch in ein Lokal ist kein Problem, aber so einen großen Hund kann man einfach schlechter überall mit hinnehmen.

    das Tapsen ist schon schön, nicht?!
    🙂

  2. ach Mensch, das ist ja schön, dass ihr unter die Hundehalter geht 🙂 Ich bin ja auch großer Doggenfan aber die legen auch locker 70 Kilo ins Geschirr, wenn sie einen anderen Weg einschlagen wollen wie du. Auch sehr groß aber nicht so schwer sind die irischen Wolfshunde. Leider so gar nicht molossertypisch.
    Das hier ist eine Seite, die dem Prinzen bestimmt gefällt
    http://www.helft-doggen-in-not.de/

    damit verschwinde ich. Und biete mich gleich mal als Doggenbabysitter an, falls ihr hier in die Gegend kommt und euer Döggelchen nicht mitnehmen könnt 😀

  3. Ein Basset mit 60 kg wäre aber extrem fettleibig. Alles was über 40 kg geht ist für diese Rasse
    doch recht ungesund.

  4. Morgaine: du hast recht! Das hätte mir schon beim Schreiben auffallen müssen, dass der Hund wohl nicht mehr wiegt als ich selbst 🙂 Also: ein Basset-Rüde wiegt maximal 35 kg. und mehr hatte Flashy sicher nicht.

  5. Stur sein kann jeder Hund; gegen einen großen rennt man aber nur an, während ein kleiner einen unweigerlich zu Fall bringt.

    Wie wäre es mit einem Terrier? Airedales sind große Hunde (wenn auch winzig neben einem Irish Wolfhound), aber mit 20 bis 25 Kilo noch halbwegs erträglich beim Gewicht. Sie sind gelehrig, hilfsbereit und fröhlich, allerdings bestimmt keine Kadavergehorsamshunde wie (nee, ich sags jetzt nciht, sonst beißt mich der nächste Schäferhund). Unsere Hanni konnte Leitern raufklettern, runter war schwieriger (ging mit Hilfe), Fischdosen und den Kühlschrank aufmachen und auf die Kinder aufpassen. Ganz ohne Anleitung (außer die Leiter runter)!
    Airedales sind als Begleit-, aber auch als Blindenführhunde lange Zeit beliebt gewesen, auch als Meldehunde im Militär des vor- und vorvorletzten Jahrhunderts; mittlerweile ist die Rasse selten geworden. Aber hat viele Vorzüge. Der größte Nachteil ist, neben unstillbarem Hunger, daß das Fell alle vier Monate getrimmt werden muß, und zwar handgezupft, wenn es nicht verfetten und vergrauen soll.

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