Achtung! Katze!

Da sich mit Riesenschritten mal wieder mein Geburtstag nähert, dämmerte mir, dass das Pippikind am 8. Mai fünf Jahre alt wird. Und damit muss Micia jetzt seit fünf Jahren bei uns wohnen. An einem dunklen und natürlich sehr kalten Januarabend, ich lag schon im Bett, rief mich der Prinz nochmal runter. „Komm mal vorsichtig raus und guck mal, was im Hof sitzt“, sagte er (Er war gerade dabei, seine Abendzigarette zu rauchen (mit denen jetzt, nach dem Herzinfarkt, natürlich Schluss ist ;)). Was da im Hof saß, war eine zierliche, kleine und sehr hübsche Tigerkatze, deren Gesichtsaudruck allein jeden Weltkrieg hätte beenden können. Ich verfiel ihr auf der Stelle und holte ihr eine Scheibe Wurst aus dem Kühlschrank, die sie bereitwilligst verputzte, während sie sich prüfend in der Küche umschaute. Nach der zweitenWurstscheibe setzte ich sie sanft zurück in den Hof und ging ins Bett. Beim Einschlafen hörte ich von unten aus dem Hof ein erstaunlich energisches „EO – EO – EO!!!!“

Es war die zierliche kleine Tigerkatze, die gar nicht einsah, dass sie so abrupt von ihrer neuen Quelle für Snacks und Streicheleinheiten abgeschnitten werden sollte. Für so ein kleines Tier hatte sie eine überraschend energische Stimme.

Ich öffnete seufzend die Terrassentür und mit hochgerecktem Tigerschwänzchen stolzierte sie zielgerichtet in die Küche, setzte sich unter den Tisch und begann sich zu putzen.

„Tja“, sagte der Prinz, „sieht ganz so aus, als hätten wir wieder eine Katze.“

Zu dieser Aussage: Im Sommer davor, im Juli 2007, war unsere Katze Missy vor unserem Haus totgefahren worden, für den Prinzen und mich ein schwerer und traumatischer Verlust. Hier nochmal Missy zur Erinnerung:

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Ich bin sehr sicher, dass Missy damals der kleinen Micia geraten hat, es mal bei uns zu versuchen mit einem neuen Zuhause.Denn ich habe Missy  in der ersten Zeit der Trauer noch oft gesehen, im Haus, im Hof, sogar im Auto auf dem Weg zur Arbeit, Jedesmal sagte sie mir, ich solle auhören, so sehr um sie zu weinen, sie habe weggehen müssen, weil sie noch so viel zu tun habe. So hat sie aber zuletzt noch für uns gesorgt, indem sie Micia zu uns gewiesen hat. Ich sage Micia sehr oft, dass ich froh bin, dass sie sich damals für uns entschieden hat. Sie scheint auch selbst mit ihrer Wahl recht zufrieden zu sein – immerhin sind wir ergebene Sklaven und reißen uns für sie den A…llerwertesten auf :).Und nicht nur wir – alle meine Therapeuten  sind ihr rettungslos verfallen … Hubert,mein Physiotherapeut, sagt schon mal mitten in der Sitzung:“Entschuldigung, ich lasse mal eben die Katze raus“, springt auf und öffnet Micia die Tür – dafür genügt ihr ein einziger Blick, übrigens, der hier zum Beispiel:

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I‘ just a poor cat, nobody feeds me….. ( Im Hintergrund dann Pippilein so: – „Pippilotta!“ -„Pippilotta!“ – „Pippilotta peekaboo“! 🙂

Der Blick oben ist übrigens natürlich instant-Fürsorge-auslösend ;)) Die Ergotherapeutin, die Logopädin und der Physio wissen genau, dass sie nicht daran vorbeikommen können, Micia ausführlich zu streicheln, was sie glücklicherweise auch gern tun. (obwohl die Ergo allergisch ist!) Nun, ein halbes Jahr später, im Mai2008, bekam Micia vier hinreißende Junge, das Pippikind und ihren Zwillingsbruder Nalus, Fiona und Cowboy. Der Cowboy sieht aus wie eine Micia-Replik, heißt heute “ der dicke Martin“ und hat ein wundervolles Leben bei Frau…äh… Mutti und ihrer Familie, wird ordentlich geliebt und verwöhnt. Fiona kam zu einem sehr netten kleinen Mädchen nach Heidelberg auf einen Bauernhof. Nalus lebt leider nicht mehr, er bekam durch eine Impfung Leukämie und starb daran, sehr zum großen Kummer seiner Familie, die ihn heute noch schmerzlich vermisst., gell, Christina?

Micia jedenfalls war nicht begeistert, als ich beschloss, das Pippikind zu behalten.Wie bei den Menschen, fetzten sich die zwei während Pippis Pubertät oft und heftig, aber das hat sich gelegt, und Pippi ist heute sehr respektvoll gegenüber ihrer Mutter und erkennt deren höhere Hierarchiestufe klaglos an.Leider ist Pippi sterilisiert, so werden wir wohl nicht nochmal die Freude haben, eine wilde Horde junger Kätzchen aufzuziehen…. Allerdings auch nicht den Abschiedsschmerz, wenn man die Kleinen dann mit zwölf Wochen zu ihren neuen Familien entlassen muss, das ist schon hart!

Pippi hieß übrigens mal kurz“Gremmie“, weil der herzliebste Herr Norden sie auf enem Foto, das ich ihm gemailt hatte, als“Gremlin“ bezeichnet hatte (weisst du noch, Herr Norden? ;))

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Ja, sooo klein waren sie mal, die Stinker…. *seufz*

Also, Micia hat nun ihre fünf Jahre bei uns voll und wir sind sehr dankbar, dass wir sie haben – sie macht uns so viel Freude, ist so eine treue Seele und gibt uns so viel Zuneigung… sie ist wundervoll und wir hoffen, dass wir sie noch viele, viele  Jahre bei uns haben werden.

Ich denke gerade daran, hier mal eine Fotogalerie aller unserer Katzen einzustellen – oder will das niemand wissen? Zuviel cat content?

Übrigens haben der Prinz und ich gestern abend „Matrix“ geschaut und sind uns jetzt einig: Die Matrix wird von Katzen gesteuert. Völlig klar, oder?!

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6 Kommentare zu “Achtung! Katze!

  1. Her mit der Katzengalerie!!! Ich mag die schnurrenden Vierbeiner total gerne, auch wenn sie für mich selbst nicht die passenden Familienmitglieder sind.
    Mein Sohn hat übrigens auch am 8.Mai Geburtstag. Er wird dann allerdings schon 17 😉

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