Ein Koma in SMS

Ihr Lieben,

ich schrub ja,dass ich nach der Hirn- ääääh- nach dem Hallamati :)) für fünf Tage in ein Koma fiel. Merkwürdiges Gefühl…. es ist eine Zeit, in der die Welt, die man kennt, weiter ging, aber man war selbst nicht dabei. Allerdings war der Prinz da – er war seit diesem Tag X immer für mich da.. Kinners, ich liebe diesen großartigen Mann so sehr….. könnt ihr das verstehen?!

Er hat von Anfang an täglich SMSe an meine Familie und Freunde geschickt (über einen Zeitraum von rund fünf Wochen!)und sie über mich auf dem Laufenden gehalten – meine geliebte Schwester hat die SMSe jetzt mal alle abgetippt und sie mir zum ersten Geburtstag (1. Hallamati) geschickt.Sehr spannend, aber auch sehr merkwürdig für mich zu lesen -denn immerhin fand daszum Teil ja „ohne mich“ statt.Ich erinnere mich an das Meiste überhaupt nicht, di Erinnerung kommt erst imDezember wieder, um Weihnachten herum). Es war mir etwas unheimlich,ich habe beim Lesen geheult, weil vom Prinzen so viel Liebe undFürsorge durchklingt in diesen Texten…(er bekam übrigens irgendwann eine Rechnung über 600 Eurovom Provider und schickte dannn weniger SMSe ;))

Dafür saß er täglich mehrere Stunden an meinem Bett, hielt meine Hand und erklärte mir immer wieder, dass alles gut wird, dass wir das gemeinsam schaffen.KeinWunder, dass ich nach dem Aufwachen sehr gelassen und zuversichtlich war und immer wusste: dat kütt.

Hier sind die SMSe – Erklärungen in Klammern und kursiv sind von mir, zumbesseren Verständnis.( ZurErinnerung: ich war links gelähmt, Arm und Bein, rechts funktionierte gleich unverändert weiter.)

ACH :JA: ich habe mich sooooooo sehr gefreut über eure liebenGrüße und darüber, dass sicheinigeLeute freuen, dass ich wieder blogge- danke dafür!!!!! Ihr seid wunderbar!!! ❤

die SMSe:

SMS  Reha

11.11.2011

– zweites CT war gut. Sie atmet schon wieder alleine.

– Der Pfleger und ich haben sie beim Bettenmachen etwas geärger und sie hat toll reagiert. („geärgert“ heisst: gekitzelt, gestupst und andere Reize gesetzt)

Die linke Seite ist noch etwas hinten an, aber mit rechts hat sie gut gearbeitet. Sie ist noch nicht wach, das kann einerseits dran liegen, dass das Narkotikum sich noch aus dem Fettgewebe füttert, oder aber daran, dass sie einfach noch die Zeit braucht.

Am Ende bestimmt sie ja eh immer gerne selber, wann sie was macht.

12.11.2011

– Ich konnte mal 8 Stunden schlafen.

Hab gerade mit dem Arzt gesprochen, sie ist noch im Koma, reagiert aber weiterhin auf Reize.

Sie planen, den Beatmungsschlauch rauszunehmen, der nur noch zur Sicherung dient.

Hab mich so ab 10:30 Uhr auf der Station angemeldet.

– Momentan schläft sie sehr ruhig und fest.

Einerseits hat sie ein Schmerzmittel bekommen, weil der Pfleger aus ihrer Bewegung auf Kopfschmerzen getippt hat, was auch sehr wahrscheinlich ist, wenn man bedenkt, was da im Kopf los war, andererseits hat sie sich heute Mittag so viel bewegt und soviel gekämpft, dass sie auch einfach sehr fertig sein dürfte.

– Sie bekommt, das ist mein Eindruck, inzwischen alles mit. Zumindest zeigen das ihre Reaktionen , je nachdem, welches Thema dran ist.

Die ablesbaren Reaktionen sind Bewegungen des rechten Beins und Zittern. Leider wird hier auch an den Nachbarbetten sehr viel Medizinisches besprochen. Als der Arzt der Nachbarsfrau die bevorstehende Darm-OP erklärt hat, wollte Nicole sich gar nicht beruhigen.

Alles in Allem natürlich ein gutes Zeichen. Hoffe, dass sie doch recht schnell in die Intensiv-Reha kommt, da wird es ruhiger sein.

–  Sie regiert momentan sehr stark auf Alles, was um sie herum gesprochen wird. Bewegt dabei auch rechts Bein und Arm.

Sehe, wie sehr sie dagegen ankämpft, noch keine Antwort geben zu können. Gerade hat sie den LINKEN Arm sich eigenständig auf den Bauch gelegt.

– Sie macht ganz gute Bewegungen. Deckt sich selbst auf und zu, hat meine Hand gedrückt, kann sich gezielt mit der rechten Hand die Augen reiben.

–  Laut Arzt ist es gleich wie gestern. Ich habe aber über die beiden Tage erfahren müssen, dass die ärztliche Sicht sehr formal ist und die positiven Entwicklungen im Kleinen nicht wirklich berücksichtigt werden.

Werde mich bald auf den Weg machen.

Bin nur selbst von den letzten Tagen und insbesondere von der letzten Nacht noch sehr erschöpft, so dass ich mit meiner Kraft haushalten muss.

13.11.2011

– Hab grad mit dem Arzt gesprochen, ist zufrieden.

Morgen oder Übermorgen machen sie wieder ein CT. Die Verschiebung des Gehirns war relativ gering, die Blutung rund 4x5cm groß.

Nach dem CT wird dann noch beobachtet, dass es keine Entzündungsherde gibt. Aber da ist momentan alles im grünen Bereich, so dass sie vielleicht schon bis Ende der Woche in Reha kann.

Bitte gaaaaaanz feste die Daumen drücken, dass es Bad König wird.

– Sie hat mir gerade 4x gezielt die Hand gedrückt!

Sie hat sich an den Haaren gezogen und mir angezeigt, dass ich ihr den Kopf halten soll.

Daraufhin hat sie sich das Kopfkissen zurecht gezogen.

– Heute Abend hat sie wohl eine Joga-Übung mit rechts gemacht.( Laut seiner Beschreibung war es eine Entspannungsübung für die untere Wirbelsäule, vermutlich hatte ich Kreuzweh vom Liegen. Er hat es telefonisch meiner Freundin und Yogalehrerin Dipali beschrieben, sie bestätigte es so.)

14.11.2011

– Neues: Sie hatte Blähungen – ganz gezielt meine Hand gegriffen und mir gezeigt, wie ich ihr den Bauch massieren soll und zwar auf verschiedene Arten und bestimmt 20x hintereinander.

Beim Versuch, zu schlucken, hat sie sich verschluckt, meine Hand gesucht und durch 3x kurzes Drücken die Panik gezeigt und mir angedeutet, dass ich ihren Kopf anheben soll.

Ich habe meine Hand erst losgelassen, als es wieder vorbei war.

Dabei hatte ich den Eindruck, dass sie in dieser Phase kurz davor war, die Augen zu öffnen.

– Sie schluckt häufiger. Viele kleine Schrittchen.

– Unter den Augenlidern konnte man heute deutlich die Bewegung der Augen zu sehen.

Auch hatte sie versucht, den Kopf zu drehen, knapp eine Stunde war sie wach. Jetzt schläft sie wieder, schöne Entwicklung, wie ich finde.

– Gerade mit dem Arzt gesprochen: Die Situation ist aus seiner Sicht unverändert.

Aber ich weiß ja inzwischen, dass das so nicht stimmt, da all die kleinen Veränderungen dort nicht als Entwicklung wahrgenommen werden.

Bin nachher wieder in der Klinik, dann kann ich es ja wieder selbst sehen.

Ich bin beim Arztgespräch inzwischen schon immer sehr froh, wenn er sagt, dass es stabil sei, alles Andere muss ich selbst feststellen.

15.11.2011

– Hab gerade mit ihr erzählt. Ich hab geredet, gefragt, sie hat genickt oder den Kopf geschüttelt, völlig klar, eine viertel Stunde lang, dann war sie erschöpft. Mehr später.

– Die Lunge hat noch sehr viel Sekret drin.

Jedenfalls mehr, als sie abhusten konnte. Sie haben sie noch mal intubiert, um sie zu erleichtern.

Auch, wenn das vielleicht als kleiner Rückschritt zu sehen ist.

Sie hat sich wohl während des Anfalls verschluckt, das jetzt dort Theater macht. Aber es kommt ganz langsam in Schwung.

– Gute Neuigkeiten: Sie war heute Morgen durch die Ärzte soweit ansprechbar, dass sie den Luftschlauch entnehmen konnten.

Sie atmet jetzt frei, hat momentan noch sehr viel Sekret in der Lunge und der Hustenreiz ist vom Druck her noch zu schwach.

Sie bekommt deshalb eine Atemtherapie.

Die Atmung ist momentan stabil, kann aber auch noch mal zurückgehen, aber momentan gehen die Ärzte davon aus, dass es stabil bleibt und therapiert werden kann.

Die Klinik Bad König hat angerufen und ein Bett signalisiert. CT steht heute oder morgen an.

Sollte auch da alles im grünen Bereich sein, steht einer Verlegung nichts im Wege.

Momentan wird überprüft, ob sie in der Reha vielleicht gar nicht mehr auf die Intensivstation muss, sondern direkt in die überwachte Station wechseln kann.

– Ich habe die Nachtschwester gesprochen. Die Nacht um 1 Uhr war sie wach, mit offenen Augen.

Sie hatte wohl versucht, zu schreiben.

Reden ging auch da nicht, aber die Schwester und Nicole hatten gedealt, dass sie nicht mehr fixiert sein muss, wenn sie dafür nicht an den Tubus geht und, dass der Tubus morgen probehalber gezogen werden würde, wie geschehen. Ist das nicht irre???? (Da wüsste ich so gern mehr drüber…. sie haben mir die Hände fixiert,weil ich immer versuchte, den Tubus aus dem Hals zu ziehen, darauf habe ich laut Prinz in Zeichensprache mit der Schwester verhandelt: ich lass den Tubus in Ruhe und du machst meine Hände los : ))))

 

– Also: Sie hat momentan keine Schmerzen.

Sie hat auch keine Angst, sie spürt, dass sich Flüssigkeit in der Lunge befindet und wollte diese abgesaugt haben.

Sie weiß, wo sie ist und hat in vergangenen Tagen soweit alles mitbekommen. Sie hat sich über die Grüße gefreut und freut sich auch darauf… [Textteile fehlen]

16.11.2011

– Derzeit CT, Aktion Bad König ist angelaufen.

–  Nicole geht gerade auf die Reise nach Bad König.

17.11.2011

– Sie schläft, war bei der Pflege wohl mal wach. Werte sind sehr gut.

18.11.2011

– Sie hat mich wach empfangen.

Konnte mich immer mal kurz anschauen, schläft immer wieder weg, Blutdruck ist ziemlich heruntergefahren, habe die Grüße an sie ausgerichtet, die Atmung klappt ganz gut, halt noch schwach, aber sie bekommt Unterstützung vom System.

Sie versucht, mir Zeichen zu geben, die ich leider oft nicht verstehen kann. Vorhin wollte sie energetisch gereinigt werden(der Prinz hat wie ich mal Reiki gelernt,, wir sind beide Reiki-Meister) Sprechen wird noch etwas dauern, sehr wahrscheinlich wüsste sie selbst viel besser, was sie braucht.

Wir haben beschlossen, hier in die Saunalandschaft zu gehen, wenn sie wieder fit ist.

Als die Schwestern, als ich kam, sie würden sich jetzt mal zurückziehen, hat sie den Daumen nach oben gezeigt.

19.11.2011

– Wieder viele kürzere Wachphasen mit kurzer Kommunikation, dann – nach einer intensiven Reinigung – eine lange Wachphase mit guter Kommunikation. Immer noch deutlich erhöhte Temperatur, der zentrale Venenkatheter ist raus, sie bekommt nur noch Blutdruckmittel über Infusion, andere Mittel nur noch über Nahrung, oder ggf. Spritze.

Blutdruck stabil, Lunge hört sich recht frei an.

Hat auch schon versucht, zu husten, habe endlich verstanden, wie sie behandelt werden will, manchmal steht man ja echt auf der Leitung… Jeden Tag ganz kleine Schrittchen.

20.11.2011

– Heute Morgen war sie für 2 Stunden weg von der Luftmaschine.

Schwester sagt, das sei für den Start eine lange Zeit.

20.11.2011

– Höre gerade, wie die Schwester bei der Pflege mit ihr rumdiskutiert.

Harter Knochen (damit meint er mich! J leider erinnert er sich nicht mehr, worum es ging)

20.112011

– ist nun wach und schreibt (ja, wir haben viel schriftlich kommuniziert, hat mich oft Geduld gekostet, weil der Prinz mein Gekrakel kaum entziffern konnte;)

20.11.2011

– Habe gerade mit der Klinik telefoniert : Sie war noch mal 1,5 Stunden von

Der Beatmungsmaschine los !!

21.11.2011

– Blutdruck ist normal, Fieber ist runter, Beatmung ist seit 8 Uhr ab

Gaswerte sind gut!

21.11.2011

-Hatte gerade eine Dreiviertel Stunde Physiotherapie .

War währenddessen an der Luftmaschine, ist aber schon wieder ab .Ergotherapeuten haben Schlucktest gemacht.

Alles im Magen gelandet, nix in der Lunge.

Morgen früh ist duschen angesagt .Inzwischen hat sie einen Schreibtisch, den man übers Bett fahren kann.

Die Internisten arbeiten dran, herauszubekommen, warum der Blutdruck immer wieder diese Spitzen erreicht.

Als nächstes steht Trinken und Umstellung auf feste Nahrung an.

In den nächsten Tagen kommt ggf. noch Musik-  und Maltherapie hinzu.

Alle sind hier sehr zufrieden mit ihr. Finde das so toll, wie sie das so macht.

22.11.2011

-Viel  ,,erzählt,,  heute. Saß bei der Therapie schon auf der Bettkannte.

Auch konnte sie während der Therapie schon sprechen, ganz leise, aber deutlich.

Was sehr anstrengend für sie, aber die fordern sie, das ist super.

Jetzt schläft sie.

Alle Infusionen sind raus.

Bald kann sie aufstehen und im Stuhl sitzen.

Drück bitte die Daumen, das sich alles weiter so gut entwickelt.

Hier sind alle ein bisschen erstaunt.

23.11.2011

-Heute Abend wurde erneut darüber gesprochen, sie auf die Normalstation zu verlegen.

Bin sehr gespannt. Werde Morgen mit meinem Ansprechpartner die Sache………Textteile fehlen

24.11.2011

-Sie liegt seit 18 Uhr auf der Normalstation.

Ab Morgen gibt’s einen neuen Therapieplan mit noch viel mehr Therapien.

Sie ist gut drauf und fragt viel

24.11.2011

-Hat gefragt, wann du kommst.

Habe ihr gesagt, das du geplant hast, sogar vielleicht ein paar Tage zu bleiben. Hat sie sehr gefreut.

27.11.2011

-Viel wach gestern-ganz klar und deutlich.

Viel,, erzählt,, heute, sie schreibt, ich rede .

Die Handschrift wird immer deutlicher, die Feinmotorik fast so ,,sauber,, wie vorher.

Die linke Seite zeigt ganz ganz leichte Reaktionen .

Sie hofft sehr, das sie nächste Woche den  ,, Nahrungsrüssel,, aus der Nase bekommt. Schätze das ist realistisch.

Hab heute wieder ein sehr mut machendes Bespiel von einem vergleichbaren Schicksal gehört, das gibt einfach Trost

28.11.2011

-Konnte mit heute erstaunlich viel von der Nacht erzählen, als es passiert ist. War sehr aufschlussreich, auch für die Ärzte.

Therapien machen wohl viel Spaß, insbesondere Musiktherapie.

Haben Morgen einige Gespräche dazu.

Am Donnerstag zeigt mir der Physiotherapeut, was ich mit ihr üben kann, wenn ich da bin.

Viele kleine Schritte und vielleicht können wir die Woche die erste gemeinsame Kliniktour mit dem Rollstuhl machen.

29.11.2011

-Das ist ja richtig Therapiestress hier.

10 Uhr Visite

13 Uhr Physiotherapie

14Uhr Oberarztgespräch

14 Uhr 15 Ergo

15 Uhr Musik

Von 14 Uhr 20 bis 5 Uhr 20 dabei im Rollstuhl sitzen

Hier wartet alles drauf, die Schläuche ziehen zu können .Der Oberarzt sagte, sie ist eigentlich schon zu weit für hier.

Wenn die Schläuche raus sind, wird schnellstmöglich in die Rehastufe C übergeleitet.

Die mögliche Klinik wäre in Seeheim –Jungenheim.

Wird spannend die nächsten Wochen.

Ich würde ihr so gerne ein Einzelzimmer gönnen.

Es ist sooooo viel gleichzeitig los .Sie würde dann glaube ich, doppelt so schnell gesund.

31.12.2011

-Wir hatten heute einen wunderschönen Belastungstag.

Der Aufenthalt von Nicole in unseren eigenen vier Wänden hat ihr so gut getan und wunderbar geklappt – obwohl unser Heim wenig Rollstuhlgerecht ist.

Es tat einfach gut, mal wieder gemeinsam am Essstisch zu sitzen, zu erzählen, gemeinsam Zeitung zu lesen – und das alles ohne Probleme.

Freuen uns schon sehr auf den morgigen Belastungstag ( so nennt die Klinik den Urlaub )

Und schmieden schon Pläne . was wir in der nächsten Woche noch so machen können.

So langsam kommt wieder Leben in das Leben.  J

Ich wünsche einen guten Rutsch in das Jahr 2012  und einen guten Start. Norbert.

01.12.2011

-Heute lange Übungsstunde mit Physio gehabt, auch für mich, weil ich ja lernen möchte, was ich tun kann, wenn ich hier bin.

Nicole hat über Stromschläge im linken Arm und Bein geklagt, was den Therapeuten sehr gefreut hat.

Das bedeutet, das das Gehirn als Reaktionen auf

Übungen wieder Signale in die linke Seite schickt. Zwar wissen die Muskeln noch nichts damit anzufangen, aber es ist ein sehr gutes Signal. Heute musste die Barfußläuferin Schuhe anziehen und damit die Füße beim sitzen auf der Bettkannte auf den Boden stellen.

Nächste Woche ist Physio zu zweit angesagt,

dann ist erstes Stehen angesagt – bin sehr gespannt drauf.

Die ganzen Übungen kosten sie so viel Kraft.

Ich denke ihr ist viel geholfen, wenn man ihr mental einfach viel viel Kraft schickt.

Sie muss sich ja doch jedes Mal sehr zur Therapie aufraffen.

Sie will das auch, aber es kostet sie auch einen Unmenge Kraft.

Gestern war sie wohl die ganze Zeit entblockt.

Erst gegen Abend hat sie wohl drum gebeten, das die Luftröhre wieder geblockt wird.

Die rund 9 Stunden die sie die Luftröhre offen hatte, hat sie einwandfrei geschluckt.

Das Thema nächste Rehastufe war wohl heute Morgen noch mal dran, da beginnt wohl langsam die Planung….

02.12.2011

-Luftkanüle ist draußen, sie spricht wieder und hat eben kurz gestanden!

Physiotherapeut und ich haben geholfen, aber nur stützend.

05.12.2011

-Vor knapp einer Stunde von der ersten Kliniktour zurückgekommen – auch mal kurz frische Luft geschnuppert.

Physiotherapeut war der Meinung, der Rollstuhl sei zum Fahren da.

Morgen soll es das erste Mal Fleisch zu essen geben.

06.12.2011

-Die Magensonde ist raus !!!

Bitte beruhigende Energie an Nicole schicken.

Sie ärgert sich so über die blöden Nachbarn, die ihr das Leben so schwer machen

07.12.11

-Sie hat gerade ihr linkes Bein gebeugt und gestreckt  !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1

Mehrfach!!!!!!! Willentlich!!!!!!!Auf Kommando!!!!!!!!!

09.12.11

-Abendbrot besteht aus toast Wurst Marmelade und Butter

alles ohne verschlucken verspeist

danach ist der Kostaufbau soweit abgeschlossen

fehlt nur noch Fleisch

Das kommt wenn in der Orga nix schiefgeht morgen

großen Rollstuhlausflug mit Abschluss in der Cafeteria  bei Kakao und Rahmkuchen gemacht

10.12.11

-Wenn das Wetter morgen mitspielt können wir morgen vielleicht auf den Weihnachtsmarkt fahren

heute viel um die Klinik herum unterwegs gewesen

sie hat sich so über die Frischluft gefreut

11.12.11

-Statt auf den Weihnachtsmarkt zur Kirche gerollt

der Pfarrer hatte beim allsonntäglichen besuch vom Aufbau für ein Konzert erzählt und uns neugierig gemacht.

haben uns das dann mal angeschaut

insgesamt über eine Stunde in der Stadt unterwegs gewesen

dann zum Abschluss noch in der Cafeteria Käsekuchen und Kakao

sie arbeitet sehr mit der linken Hand

stehen klappt schon recht gut

das aktuelle Ziel : sie möchte gerne an Weihnachten wieder laufen können

bin gespannt, bisher hat sie alles geschafft

12.12.11

-Ein gutes Gespräch mit der Neurologin gehabt und dabei auch mal Nicoles Gehirn von innen gesehen, ganz interessant

auch die Ärztin hat die gute Prognose bestätigt

sie sieht die Chance einer sehr sehr guten wieder Herstellung, aber mit einem weiten zeitlichen rahmen

Verlegung könnte am Freitag sein oder am Anfang der kommenden Woche

im linken Arm laufen die schmerzen inzwischen bis in den Unterarm

im Bein stellen sich zunehmend Gefühlswelten ein….ganz  zaghaft noch

14.12.11

-Nicole ist gestern 1,5 Meter gegangen

das Ärzte – und Therapeutenteam hat die Verlegung in die Rehastufe c beantragt

es geht weiter bergauf!!!!

14.12.11

-So langsam fällt es mir schwer alle fortschritte von Nicole noch zusammen zu fassen, so viele sind es

sie konnte heute alleine aufstehen und ihren Jogginganzug ausziehen

alleine vom Bett in den Rollstuhl wechseln

habe ihr heute ihr neues i pad konfiguriert, bald ist sie wieder online

hoffe, dass ich morgen Iinfos über die Verlegung in die neue Klinik bekomme

15.12.11

-Die Zusage für Seeheim Jungenheim ist durch

15.12.11

-Morgen um 8 Uhr 20 startet die Fahrt nach Seeheim jungenheim

16.12.11

-Sie ist gut in der Klinik angekommen

16.11.11

-Der erste Tag war wohl gleich mit vielen Gesprächen begleitet .War ein bisschen doof, das ich nicht hinkonnte, weil ich heute in Mainz völlig verplant war. Hoffe das ich nächste Woche Kontakt mit dem Ärzten bekomme. da habe ich mehr Luft. Nicole fand die Ärzte sehr angenehm. Sie muss jetzt wesentlich mehr selbst organisieren. Ein bisschen hat sie davor Angst. ab morgen gehen die Therapien los .Ich hoffe, dass es eine gute Entscheidung war.

Sie hat eine sehr nette Zimmernachbarin. Heute Abend war sie sehr fertig von den neues eindrücken und so.

17.12.11

-So langsam berappelt sie sich von Transport und kommt an.

heute waren die Stromschläge im linken Arm so stark, das sie sehr darunter gelitten hat.

dabei brauchte ich sie nicht mal zu berühren.

sie gingen vor bis in den Handballen.

ich kann mich dann gar nicht richtig darüber freuen, weil sie so darunter leidet, aber es ist halt das Zeichen, das das Gehirn den Arm in Aktion setzten möchte.

das linke Bein zuckt zuweilen im Schlaf schon mal vor sich hin, schön aber auch sehr nervig

18.12.11

-Nicole hat es heute geschafft ihren linken Arm Zentimeter für Zentimeter an sich heran zu ziehen und das linke Handgelenk ein ganz klein wenig zu heben

sie beginnt auch, die ersten e Mails auf ihrem i pad zu schreiben

manches mag dort dann etwas kryptisch aussehen.

ist nicht ganz einfach mit einer Hand

es ist eine ziemlich Kraftanstrengung für ihre Konzentration

aber es kommt auch wenn sie selbst am tempo manchmal verzweifelt

ich hoffe, dass sie bald psychologische Unterstützung bekommt

denke das ich in den nächsten Tagen ein Gespräch mit den Ärzten und Therapeuten habe werde um die offenen Fragen zu klären

ab morgen geht ihr Therapieprogramm richtig los.

18.12.11

-Der Ergotherapeut war heute da, um sich ein Bild von ihr zu machen und die Therapieinhalte zu planen

die Gemeindereferentin will sich nächste Woche mit ihr treffen

ich halte das für sehr gut

sie seelische Belastung ist nicht ganz ohne

wenn die Nervenschiesserei so weiter geht dann könnte sich Nicoles Wunsch vielleicht erfüllen, an Weihnachten wieder alles bewegen zu können.

19.12.11

-Nicole musste heute eine Bewegungsübung mit der rechten Hand machen und sich dabei mit der linken Hand abstützen.

Hat super funktioniert.

Inzwischen kann sie sich fast völlig alleine anziehen.

Der Therapieplan wird von Tag zu Tag voller.

20.12.11

-Gute Nachrichten :

Sehr wahrscheinlich darf Nicole an Neujahr für einen Tag nach Hause.

22.12.11

-10 Sekunden hat Nicole heute während der Physiotherapie völlig frei gestanden und mit Unterstützung ihres Physiotherapeuten ist sie eine ganz beachtliche Anzahl von Schritten gegangen.

Es tat so gut das zu erleben.

Heute Abend hat sie im Bett dann ihr linkes Bein dann soweit an sich ran ziehen können, das sie sich selbst ihren Strumpf hochziehen konnte.

Ein tolle Leistung.

Auch ihren linken Arm konnte sie – wenn auch noch sehr schwach – während der Physiotherapie bewegen.

Sie berichtet auch darüber, dass immer mehr Gefühl in die beiden Gliedmaße zurückkommt.

Einfach toll.

Das Krankenhaus verlangt ihr viel ab.

Psychisch wie auch seelisch.

Aber sie hat ihren starken Willen und den absoluten Wusch wieder gut laufen und greifen zu können.

Ich habe das Gefühl das sie auf einem guten Weg darin ist.

Morgen ist dann nochmal volles Therapieprogramm, bevor es in die Weihnachtsruhe geht.

Und da ihre Zimmernachbarin über die Weihnachtsfeiertage jeden Tag nach Hause darf ,

wird es auch im Zimmer wohl etwas ruhiger sein.

23.12.11

-Nicole hat sich heute ihren Weihnachtswunsch erfüllt und ist mit Unterstützung des Physiotherapeuten einmal durch den Raum gegangen –  gut 5 Meter.

Auch eine Übung den linken Arm vor und zurück zu schieben hat tadelos geklappt.

Jetzt kehrt erst mal für 3 Tage Ruhe ein, danach hat sie wieder einen vollen Terminkalender mit verschiedensten Anwendungen.

Auf jeden Fall für sie ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk.

Wir waren wieder zusammen in einem nahegelegenem  Cafe  und sind ein bisschen durch den Ort gerollert.

Leider war es recht kalt, so dass wir nicht so nicht so übermäßig lange ausdehnen konnten.

24.12.11

-Ein schönes und ruhiges Weihnachtsfest!

Waren lange spazieren und haben für Morgen was tolles geplant.

25.12.11

-Das ,, Tolle,, ist für heute erst mal ins Wasser gefallen.

Es regnet …..und dann hat Nicole es geschafft , falsche Tabletten zu nehmen.

Die kamen zwar ein paar Stunden später wieder raus, aber sie ist doch sehr geschwächt.

Ansonsten scheint es aber nicht so schlimm gewesen zu sein.

Denke, wir machen die Aktion dann die nächsten Tage.

26.12.11

-Sind nach einer kleinen Gehübung heute Mittag nun auf dem Rückweg von einem tollen, wenn auch verspätetem Mittagessen .

Waren mit dem Rollstuhl mit S-Bahn und Bus in Darmstadt bei Vapiano.

Soooooo toll.

29.12.11

-Heute war AutoTraining angesagt, am kommenden Samstag und Sonntag darf Nicole jewails den Tag über nach Hause.

Wir freuen uns schon so drauf.

Habe in meinem Büro ein Bett aufgebaut, damit sie sich ausruhen kann.

Bin sehr gespannt auf den ,,Heimurlaub,, .

30.12.11

-Nach dem gestrigen Autotraining musste das Erlernte heute dann mal in die Tat umgesetzt werden,

in Form einer Fahrt zu Vapiano nach Darmstadt.

Hat gut geklappt obwohl Nicole sehr sehr fertig war nach den ganzen Therapien heute.

In der Physiotherapie werden die ,,Märsche,, immer länger.

Wir sind gespannt, wie es weitergeht.

Gedacht hatten wir an den Einsatz eines Vierpunktstocks.

Aber da hat sich der Physiotherapeut sehr dagegen ausgesprochen, weil das Teil allzu schnell falsche Haltungen hervorruft.

Morgen um 9 Uhr ist nochmal Ergotherapie, dann gehts ab nach Hause.

Die Katzen haben das Bett im Büro schon mal für sich in Anspruch genommen……

Hoffentlich gibts da Morgen keine Schlägerei drum 🙂

05.01.2012

-Viel ist in den letzten Tagen geschehen.

Am Sonntag hatte Nicole ja noch mal einen Belastungstag.

Sie ist selbstständig, nur mit einer Stütze  – vom Auto bis zu unserem Büro im Erdgeschoss gegangen.

Dazwischen lag sogar eine kleine Treppe mit 3 Stufen  , die sie problemlos genommen hat.

Die Klinik hat den Erfolg gleich aufgegriffen.

Sie musste inzwischen eine komplette Etage Treppen steigen – g nicht nur rauf, sondern auch runter  – vorwärts  ,hat sehr gut funktioniert.

Zur Verbesserung der Koordination hat die Therapeutin die auf einen Gym Ball

Gesetzt.

An einem niedrigen Tisch musste sie stehen und sich mit der linken Hand abstützen , während sie mit der rechten Hand ,,Solitär,, spielen durfte.

Die Therapeuten gehen mehr und mehr auf Belastung.

Zwar äussert sich keiner über mögliche Ziele ect. , aber die Beurteilung der Klinik hat inzwischen dazu geführt, das Nicole eine Verlängerung bis zum 03.02.1012 hat.

Wir machen regelmäßig Ausflüge, bevorzugt nach Darmstadt zum Essen.

Kommender Sonntag ist dann wieder ein Belastungstag –  dann darf sie wieder nach Hause.

Eine Woche später sind wir Samstags zu einer Geburtstagsfeier eingeladen.

Auch da wird Nicole mit hinkommen.

Ist nicht so weit weg und geht auch nur über Mittag – sind nur einige Stunden.

09.01.2012

-Heute war Nicole mal wieder für einen Tag zu Hause.

Wir hatten zwar den Rollstuhl dabei, habe ihn dann aber schlichtweg im Auto gelassen.

Sie hat alle Wege im Haus – natürlich nur im Erdgeschoss- zu Fuß hinter sich gebracht.

Mehr mal von der Küche ins Büro, auf Toilette und natürlich hin und zurück  vom und bis zum Auto.

Wir haben zusammen am Küchentisch gesessen, miteinander gegessen und Zeitung gelesen.

Fast wie früher, einfach toll!!!

Heute abend ist sie dann ziemlich fertig ins Bett gefallen.

16.01.2012

-Eine interessante Woche liegt hinter uns .

Ich fange mal von hinter an.

Sonntag war ,, Belastungstag ,, zu Hause.

Der Rollstuhl ist wieder im Kofferraum geblieben.

Nicole ist alles bis zum Haus und im Haus gegangen.

Auch später den ganzen Weg vom Eingangsbereich der Klinik bis zu ihrem Zimmer.

Sie hat hier zu Hause geduscht.

Das Tollste war, das sie es geschafft hat , willentlich  , die Finger der linken Hand um gut einen Zentimeter zu bewegen.

Samstag waren wir waren wir zu einer großen Geburtstagsfeier in der Nähe von Frankfurt eingeladen.

Nicole hat es super geschafft in der doch so beachtlichen Zahl von Menschen klar zu kommen.

Zweimal hat sie mich in der letzten Woche im Foyer der Klinik mittags empfangen als ich ankam – tolle Leistung.

16.01.2012

-In der Klinik ist der Norovirus  unterwegs und hat leider auch bei Nicole halt gemacht.

Die Therapien heute hat sie noch gut geschafft.

Danach ging nichts mehr.

Sie trinkt gut, was sehr wichtig ist.

Hoffe das es in ein paar Tagen geschafft ist.

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3 Kommentare zu “Ein Koma in SMS

  1. sei stolz auf dich und deinen prinz, ihr habt das wirklich großartig gemacht. ich kenne solche fälle mit anderem ausgang, und ich denke, dass dabei nicht immer die ach so moderne medizin versagt hat oder die schädigungen zu groß waren, sondern dass die betroffenen menschen und ihre angehörigen nicht daran geglaubt haben, dass kämpfen sich lohnt und dass der patient gefordert werden muss, auch wenn es den anschein hat, es wäre zu viel und nicht zu schaffen.
    bleibt stark und kämpft weiter. ich wünsche euch alles liebe!!!

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