Mafia-Alarm

hieß die Glosse, die ich vor vielen Jahren geschrieben habe und die ich soeben bei Tante Google auf dem Dachboden entdeckt habe – zu meiner Verblüffung und Erheiterung.

Das war Anfang der 90er Jahre, es gab die gute D-Mark noch und ich hatte jeden Monat eine Glosse bei dem Magazin You & ME. (Das ME ist das Autokennzeichen von Mettmann bei Düsseldorf.) Das war ein Stadtmagazin mit Veranstaltungs- und Ausgehtipps, das heute zum Bewegungsmelder-Kreis gehört.

Ich hab – wie oft bei überraschenden Entdeckungen – ganz was anderes gesucht, bin auf meinen früheren Ehenamen gestoßen und fand diese uralte Glosse. Die Reihe hieß „Frühstück mit Gabi“ und erschien sowohl in der Pfalz in einem heute nicht mehr existierenden Magazin als auch in Mettmann.

Die Glossenreihe entstand zu einer Zeit, als meine Freundin Gabi und ich noch Zeit hatten, mindestens einmal im Monat Samstags miteinander frühstücken zu gehen. Aber auch den Marché mit seinem großartigen Buffet gibt es nicht mehr. Boah, ich bin alt geworden 🙂

Ist aber witzig zu sehen, wie ich damals geschrieben habe, wo sich mein Schreibstil in diesen rund 20 Jahren geändert hat und wo nicht.

Hier also, zum nochmaligen Amusement der Öffentlichkeit: Mafia-Alarm.

(Ich suche die anderen Glossen noch…)

++++++++++

Nachsatz: der damalige und heutige Verleger und Redakteur Marcuß Westphal und ich hatten damals versucht, zusammen ein Buch zu schreiben – per Fax. Ernsthaft.

Jeder schrieb was und faxte es dem anderen, der wiederum an diesem Text weiterschrieb – ein Round Robin für zwei, sozusagen. Das Projekt verlief dann im Sande, zumal es uns nicht gelang, eine Faxpapierrollenfirma als Sponsor zu gewinnen (jaaa, damals gab es noch Thermopapierrollen in den Faxgeräten! Omma Lakritze erzählt vom Krieg! :))

Wir waren nicht die Einzigen mit dieser genialen Idee – viele Jahre später haben Neil Gaiman in den USA und Terry Pratchett in England das verwirklicht und das hochgeniale Buch Good Omens geschrieben. Genau so.

Grüße an Marcuß!

3 thoughts on “Mafia-Alarm

  1. Und Daniel Glattauer hat sich selber E-Mails hin und her geschrieben — daraus entstand dann Gut gegen Nordwind.

    Ich für meinen Teil folge jetzt mal unauffällig Deinem Link und lese, was Du da geschrieben hast.

    Liebe Grüße,
    Corinna

    P.S.:

    ****Omma Lakritze erzählt vom Krieg! :))****

    *lol*

  2. Frau Mahlzahn: Ich hatte das als Hörbuch ausgeliehen, aber ich fand es, ehrlich gesagt, sterbenslangweilig. Als Idee allerdings klasse.

    Markus: ja, so sollte das auch sein, leichte, entspannende Kost. Frech, vorlaut und lustig.

    Und: damals waren Handys noch selten, sehr groß und dick und diese Sorte Männer pflegte die Dinger in Kneipen und Cafés immer vor sich auf den Tisch zu legen, um Eindruck zu schinden :-))

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