Kinder, raus in die Natur!

sagt die Zeitschrift GEO in diesem Artikel.

Kinder haben keine freien, wilden Plätze mehr zum Spielen, Bauen und Abenteuer erleben, sagt der Artikel.

Mir ist das auch schon oft aufgefallen: da, wo ich früher auf Bäume geklettert bin, Baumhäuser oder Strauchhöhlen gebaut habe, wo ich stundenlang in Brachland rumgestreift bin (wir decken den Mantel des Schweigens über das Hüttengelände ;)), da stehen heute Reihenhausviertel. Oder Supermärkte. Abenteuer scheint es für Kinder nur noch in extra dafür fabrizierten und TÜV-geprüften Bereichen zu geben.

Wo habt ihr als Kinder draußen gespielt, was habt ihr gemacht und wie sieht es da heute aus?

11 thoughts on “Kinder, raus in die Natur!

  1. Auch wenn das bei mir gefühlt erst gestern war, ich hab viel draußen gespielt, hatte meine Hexenküche wo ich mit Dingen aus der Natur rum gepanscht hab und kranke Bäume behandelt hab etc. Wir haben Hütten und Verstecke gebaut. Sind im Winter auf den Großen „Pfützen“ auf den Äckern Schlittschuh gefahren (die waren RIESIG :D) haben uns kopfüber in trockene Gräben voller Schnee geschmissen und noch viel mehr Unsinn getrieben. Im Sommer zu den ungesicherten Badeseen geradelt oder auf alten Dachböden in Erbstücken rumgewühlt und uns „Wohnungen“ eingerichtet. Natürlich immer viel mit unsren Tieren gespielt…. Im Grunde konnte man uns schwer im Haus behalten, es sei denn es hat geregnet oder so. Später so mit 12 13 fing dann meine Lesephase an in der ich immer noch stecke 😀

  2. Ehrlich gesagt haben meine Kinder heute viel mehr Möglichkeiten, free range mäßig draußen zu spielen und ihre kleinen Abenteuer zu erleben, als ich es damals hatte, ;-).

    So long,
    Corinna

  3. Die ersten Erinnerungen: im Hof unterm Walnussbaum im Sandkasten gespielt (ich rieche noch heute die Walnuss-Samenstände, die zerpflückt zum Kuchenbackendekor dienten), bis sich der Radius erweiterte: erst Garten, später „Heckelche“, ein kleines Laubwäldchen mit tollen Kletterbäumen. Dort Löcher gegraben, große Findlinge ergaben die Wohnzimmereinrichtung oder gaben herrliche Versteckmöglichkeiten. Das Grundstück daneben war ziemlich steil und lieferte eine prima Rodel- und Skibahn.

    Dieses Heckelche ist im gleichen Zustand noch immer vorhanden, in der Nähe sogar ein recht netter Spielplatz, von dem wir als Kinder geträumt hätten. Umsomehr ist es mir ein Rätsel, warum eine Horde von 5-6 etwa 10 jährige meinen Briefkasten attackieren müssen? Zur Rede gestellt, waren sie das nicht, obgleich ich sie durch die transparente Scheibe eindeutig sah. Stattdessen gingen sie mich an.

  4. Habt ihr auch Sand gegessen im Sandkasten? Ich weiß noch, dass ich das gemacht habe. Im Sandkasten vor Omas Küchenfenster, da hab ich auch Kuchen gebacken.
    Später dann auf wunderbaren, weitläufigen Ruderalgeländen rumgestreift, über alte stillgelegte Gleisanlagen der Hütte und dann auch über nicht stillgelegte 😉

    Ich wuchs am Güterbahnhof auf und wir stellten uns oft auf die Brücke, wenn eine Dampflok kam und ließen uns vom Dampf einhüllen.

  5. wir hatten ein waldstück direkt neben unserer hochhauswohnanlage, das gibts noch heute. ob da allerdings noch kinder spielen….
    in der weiteren umgebung gabs noch schrebergärten (grösstenteils ohne zaun), die heute mit einfamilien- und reihenhäusern bebaut sind und viele sonstige brachflächen.‘
    wir gingen oft nach der schule raus und wurden bis zum abendessen nicht mehr gesehen, waren auch nicht in rufreichweite. war aber ganz normal. undenkbar heute.
    lg
    schneemaennchen

  6. also so klein, ich sag mal bis ~6 Jahre, war ich, meistens mit meinem älteren Bruder, hauptsächlich in und um die Gärtnerei meiner Oma unterwegs. praktisch, weil wir wohnten sofort daneben. und unter Gewächshaustischen kann man prima spielen und mit Wasser matschen.
    🙂

    so ab 6 teilte sich das etwas auf, entweder irgendwo bei den 3-17 Nachbarskindern, oder die bei uns, oder alle zusammen im Wald, der sofort über die Pferdewiese nebenan zu erreichen war.
    aber eigentlich waren wir immer draußen.
    klickern, Fahrräder zusammenschrauben, oder auseinander, Rollschuh (so Dinger wo in jeder Ecke ein Rad steht, früher auch Disco Roller genannt) laufen, Fußball spielen, uswusf.
    den Wald habe ich dann mit 15, 16 Jahren wieder verlassen, halt wo die Lehre anfing und ich meinen ersten PC bekam.

    auf der früheren Pferdewiese wurden letzte Woche die Kanalarbeiten für so ~40 Häuser mit ~80-85 Wohneinheiten fertiggestellt, der Wald ist noch unberührt aber schon 2-3x verplant für Umgehungsstraßen und neues Wohnviertel. da dieser Wald staatlich ist und nicht von unserer Stadt verwaltet wird habe ich Hoffnung dass das noch länger so bleibt.

    lustig ist eigentlich, daß ich 15 Jahre fast gar nicht in unserem Wald war, außer mal mit dem MTB quer durch, aber seitdem ich meine Liebste kenne und dadurch zwangsweise mit Hunden herum renne, den doch täglich wieder neu erfahre und erlebe.

    ich war eigentlich gerne Kind und viel draußen, und das alles ohne Handy oder das die Eltern wussten wo ich war oder überhaupt, geschadet hat es eigentlich nicht.
    😀

  7. Mein Elternhaus am Ortsrand, die (ehemalige) B7 trennte unser Haus von dem Wald in dem wir Hütten gebaut, heimlich kleine Bäume gefälllt und mit Pfeil und Bogen geschossen haben.
    Ansonsten: der Garten von Oma. Mit Bach hintendran. Da durften wir nie hin… ihr wisst ja, der Reiz des Verbotenen 😀
    Als wir etwas älter waren, gabs noch einen anderen Wald. In dem versteckt waren viele viele Bunker die man erkunden konnte. Die wurden leider irgendwann eingerissen, um dem Einsturz zuvorzukommen. Sehr schade (aber einen haben sie übersehen, den kennen nur Insider 🙂 )

    Der Wald steht heute noch genauso, nur höher. An manchen Stellen wurde gerodet, an anderen zog Kyrill 2007 durch aber die Stellen wo wir spielten, die sind noch so.
    Dann gab es da noch einen Platz, an dem viele Schutthaufen eine tolle Buckelpiste bildeten. Dazwischen sehr große Pfützen oder eher kleine flache Teiche, in denen wir immer Kaulquappen sammelten. Dieser Platz wurde eingeebnet, die Teiche trocken gelegt und alles eingezäunt.

    Hier, wo wir jetzt wohnen, gibt es einen Wald. Aber da ist das Unterholz großteils zu dicht um da durch zu streifen. Mal sehen welche Stellen die Kinder toll finden werden.

  8. Den Artikel habe ich auch gelesen. Ich war eher ein Stubenhocker, deshalb bin ich immer froh, wenn meine Beiden draußen sind. Zwar zuckt immer kurz ein „was, wenn was passiert“ durch meinen Kopf, aber man kann ’se ja nich in Watte packen, gell?

  9. …also, das Waldstück, in dem wir immer gespielt haben, gibt es noch, doch findet man dort kaum mehr Kinder, seit dieses Gebiet, obgleich Vogelschutzgebiet, immer mehr von bequemen Nachbarn als günstige Gartenabfallhalde zweckentfremdet wird, außerdem gibt es dort inzwischen wahre Zeckenkolonien (unsere Katze ist eine Leidgeplagte), die Bauern machen immer öfter die Feldwege mit ihren tiefen Traktorenspuren ungangbar und da, wo wir immer die Ziegen streicheln durften, werden seit einiger Zeit Kinder schimpfend verjagt, weil es wohl immer öfter vorkam, dass die Ziegen falsch gefüttert wurden, obgleich ein Schild darauf hinweist, die Fütterung doch bitte dem Besitzer zu überlassen.
    …ich war immer viel mit dem Fahrrad auf den Feldwegen unterwegs und im Winter konnte man hier auch noch Schlitten fahrn und mit meiner damaligen Herrnsheimer Schulfreundin waren wir gerne nach der Schule auf dem See im Herrnsheimer Schloßpark Schlittschuh laufen 😉
    …aber etwas ist geblieben, wenns der Schnee es erlaubt:
    Rodeln am Äschebuckel im Wormser Wäldchen, mein Mann und meine Nichte lieben es :-)))
    …in Erinnerung schwelgend
    LG

  10. Auf den Trauerweiden am Bach – manchmal dann auch unfreiwillig im Bach.
    In der Baugrube – so eine tolle Rutschbahn!
    Und gelesen am liebsten in der Astgabel der Birke in luftiger Höhe.

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