Chi va piano va sano e va lontano

Der langsam geht, geht gesund und geht weit.

Das italienische Restaurant Vapiano gibt es schon länger in Mannheim, aber ich hab es nie geschafft, hinzugehen, obwohl ich viel Gutes gehört habe.

Jetzt hat einer in Oldenburg aufgemacht und wir waren am ersten Urlaubstag zum Essen dort.

Fantastisch.

Sie stellen ihre Pasta selbst her – jedenfalls die Oldenburger, die haben eine eigens für Vapiano gebaute große Nudelmaschine da stehen, die in Schick und Eleganz mit jeder guten Espressomaschine mithalten kann.

Es gibt verschiedene Sorten Pasta mit etlichen Zutaten, man kann wählen und schaut dann zu, wie der Koch in einer Art großem Edelstahlwok – in einer Ceranfeldmulde – Fleisch, Soßen und Gemüse zubereitet, während nebenan die Pastaportion sanft in ihrem Körbchen ins Wasser gelassen wird. Also zum Beispiel: „Ich hätte gerne die Linguini mit der Orangen-Chili-Soße, aber können Sie bitte das Paprika weglassen?“ Wunderbar.

Es macht einfach Spaß, die Zubereitung mit anzuschauen, der Appetit wächst dabei. Die Pizze sind ebenfalls klasse, wie der Prinz bestätigt, es gibt sie in drei Preisklassen mit unterschiedlichen und so feinen Belägen wie Parmaschinken und Feigen.

Zur Begeisterung des Prinzen haben sie in der Bar Illy-Kaffee (der schlägt Lavazza und Segafredo um Längen, selbst der Kaffee von Alessandro Nannini kommt da nicht mit) – und der Inhalt des Giftschrankes hat mir alle Beherrschung abverlangt, die ich aufbringen konnte: hausgemachtes Tiramisù, Panna Cotta, Zeugs mit frischen Erdbeeren und und… aber eben alles Kuhmilch. Vielleicht bringe ich denen mal eine Flasche Schafsmilch vorbei und bitte um Panna Cotta di Schaf.

Wir waren drei Mal da essen (einer der Gründe, warum mein Gewicht von wunderbaren 62 auf grenzwertige 64 hochgegangen ist), einmal davon mit Edda Sandstede, der Schmiedin am Lappan. Mit ihr haben wir uns inzwischen angefreundet und wir sehen uns oft.

Und nein, das Vapiano sponsort mich nicht (leider) und weiß auch nichts von dieser Empfehlung. Ich bin einfach nur begeistert und es ist nicht gerade hilfreich, dass ich jetzt Hunger bekommen habe vom Schreiben.

8 thoughts on “Chi va piano va sano e va lontano

  1. Übrigens, Ente: Wollte dir noch Anansi Boys von Neil Gaiman ans Herz legen! Wenn dir American Gods gefallen hat und du Mr. Nancy mochtest und noch ein bisschen Gods möchtest (God is dead – meet the kids) *und* es wirklich schräg und verrückt magst, dann wirst du das Buch lieben.

  2. uhhh klingt gut…. werd ich mir merken 😀 ich les jetzt erst mal „gutes Omen“ von Gaiman und Pratchett zwar auf deutsch aber ich musste auf den ersten Seiten schon mehrfach herzhaft grinsen… lachen ging nich im Bus 😀

  3. wow – das klingt sowas von lecker. war zwar heute abend schon bei meinem lieblingsitaliener, aber jetzt krieg ich richtig nochmal hunger (22:10) 😉

  4. Och nöö… nicht die deutsche Fassung…. gib dir den vollen Butterkuchen und nimm die englische – du kannst es und der Genuss wird sooo viel höher sein, weil die Wortspielereien nicht übersetzbar sind. Aber es freut mich, dass es dir gefällt, ich finde auch, dass es ein Hammer ist 🙂

  5. Frau Lakritze, ich kann Ihnen nur beipflichten! Wir sind durch Zufall mal in Berlin bei Vapiano gelandet. ABSOLUT empfehlenswert! L E C K E R!!!
    Habe erfahren, dass es den Laden auch in Hamburg gibt. Und das ist zum Glück in erreichbarer Nähe! 🙂
    Hm… könnte jetzt auf Nudeln…seufz…..

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