Und es hat klönk gemacht

Vor zehn Tagen habe ich ein anderes Auto gestreift – das heißt: auf der Stoßstange des anderen Autos ist ein kleiner Kratzer.

Und ich meine wirklich „klein“, ich sage das nicht, um mich in ein besseres Licht zu stellen – ich bin schuld an dem Streifer, ich hab nicht aufgepasst, fertig. Der Fahrer, ein netter älterer Herr, nahm das sehr gelassen und meinte, das sollte wohl mit einem Lackstift zu machen sein. Da bin ich ganz seiner Meinung.

Seine Werkstatt möchte natürlich Kohle machen. So kostet dieser Kratzer jetzt wohl um die 500 Euronen. Toll. Völlig, aber wirklich völlig daneben.

Das Problem ist neben der profitgierigen Werkstatt aber auch, dass es heute keine Autos mehr gibt, die Stoßstangen im Sinne von Stoßstangen haben, also in dem Sinn, in dem die Dinger eigentlich gedacht waren. Nämlich: um Stöße abzufangen. Und damit auch den Lack des Autos vor Schäden zu bewahren.

Und eine Stange, die Stöße abfängt, kann logischerweise nicht lackiert sein – wo ist da der Sinn?

In der Autofarbe lackierte Stoßstangen sind sowas von für Affen… aber ich lamentiere ja auch schon sehr lange darüber, dass die Autos nur noch hochgezüchtete Elektronikmimosen sind und keine Autos mehr. Wäre diese bekloppte grüne Plakette nicht, ich würde einen Golf II fahren, das letzte gescheite Auto, das VW noch gebaut hat.

Mal sehen, wie mich die Versicherung  jetzt einstuft – so locker mal eben selbst bezahlen kann ich das nicht, andererseits hatte ich schon sehr lange keinen Unfall mehr.

Ich rege mich jetzt nicht auf, wir fahren übermorgen früh in Urlaub, und darauf freu ich mich wie Bolle.

(Aber ich finde die Werkstatt trotzdem doof.)

6 thoughts on “Und es hat klönk gemacht

  1. Erzähl diese Geschichte mal nem Franzosen, die zeigen mit nem Finger auf dich und lachen dich aus. 🙂

    Wenn dein Auto da keine Beule oder Kratzer hat ist es nicht echt.

    Ich weiß auch nicht warum hier immer so ein Bohei ums Auto gemacht wird.

    Ich wünsche einen schönen Urlaub und eventuell sehen wir uns ja in Oldenburg.

  2. oh man. mein beileid. aber OL wird dich trösten, das glaube ich auch ;). aber ja, auch ich habe die ‚echte‘ stoßstange von OLGA bereits schätzen gelernt … 🙂

  3. Lobo: ja, das finde ich sehr beneidenswert. Auch das Ein und Ausparken in der Schlange: man schiebt einfach die Autos vorne und hinten ein Stück (Stoßstange!!! JA!!!) und hat Platz.

    Letztens hab ich in Frankreich auf einem Supermarktparkplatz genau das gleiche gesehen – zwei Stoßstangen streifen sich. Die Fahrer sind nicht mal ausgestiegen, haben sich gewinkt und sind weitergefahren. Wir fanden das sooo wohltuend.

    Rebhuhn: OL heilt fast alles 🙂 Und der Eintopf von Monse eh.

  4. jeder rempelt doch mal irgendwas an.. stoßstangen soll man doch nutzen 😀

    Und JA Monse-Eintopf macht alles besser, konnte heute gott sei dank meine Samstagsschicht (die ich doofer weise, unbedacht angenommen hab ich rinvieh ich) tauschen *freu hopps*

  5. Lobo hat es schon gesagt. Typisch deutsche Eigenschaft nochmal eben ´n Euro aus der Sache rauszuziehen. Oft sind es dann auch die lieben Verwandten, die dann (in diesem Fall dem älteren Herrn) sagen: Da würd ich aber was von machen! Wertminderung, Wiederverkauf, blabla. Er hätte es vielleicht wirklich dabei belassen. Ärgerlich sowas.

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