Harte Zeiten kommen. Oder…?

Dass ich mich grottenfalsch und schlecht ernähre, weiß ich ja schon lange. Ich hatte bisher nicht die Disziplin, das zu ändern, die Liebe zu Milchprodukten und Süßkram ist einfach zu groß. Ein paar Mal habe ich mit den Süßigkeiten aufgehört, bin aber wieder rückfällig geworden. Vor einigen Jahren habe ich auch mal die Milchprodukte weggelassen. Der Prinz sagt, mir sei es damals sehr gut damit gegangen.

Zuviel Eiweiß rundum, zuviel Zucker. Das packt der Körper nicht mehr und ich will das auch nicht mehr. Ich will und muss weg vom Sauren und hin zum Basischen.

Letztes Wochenende war ich auf einem Seminar, das ein Biomedizinier gehalten hat, Dr. Thomas Rau aus St. Gallen. Es ging nicht um Ernährung, sondern um die Meridianlehre und andere Dinge aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, aber da sehr viele unserer Krankheiten wie Herzsachen, Arthrose, Depressionen, hoher Blutdruck und mehr durch falsche Ernährung entstehen können (und durch Eiweißüberschuss, den der Körper nicht mehr verarbeiten kann), war das immer wieder mal Thema in den zwei Tagen.

Ich habe mir zwei Bücher dieses Arztes mitgenommen, eins über Biomedizin allgemein und dann dieses hier.

Natürlich ist nicht eine Art der Ernährung automatisch für alle Leute gleich toll, der eine lebt mit dieser Nahrungsart prima, der andere mit jener.

Mich hat das hier sehr angesprochen und ich glaube, dass das meins ist.

Zu Beginn gibt es erstmal drei recht strenge Wochen, in denen die Leber entgiftet wird. Da sind Kaffee, Schwarztee und Alkohol verboten. Später, wenn man das Konzept dann in den Alltag übernimmt, sind kleine Mengen davon in Ordnung.

Mir sind ganz viele Dinge in dem Buch aufgefallen, die ich bei mir nicht einordnen konnte. Depressionsgefühle nach bestimmten Mahlzeiten zum Beispiel. Ich scheine allergisch auf Kuhmilch zu reagieren, sehe ich jetzt. Und das ist doof, weil ich Milchprodukte aller Art liebe. Diese Depressionsgefühle kommen von der Leber, das ist nicht psychiatrisch, weiß ich nach diesem Seminar.

„Der Mensch liebt sein Allergen“, pflegte der Lehrer von Dr. Rau gerne zu sagen. ;))

Ich mache mir jetzt auch keinen Kopf, sondern fange einfach an. Am Samstag geht es los und der Prinz will mitmachen.

Samstag deswegen, weil wir dafür noch einiges organisieren müssen, einkaufen, und vor allem muss der Ablauf in der Küche verändert werden.

Bin mal gespannt. Ein paar Kilo weniger täten mir gut (soll automatisch mitkommen im Prozess, obwohl es darum nicht geht. Untergewichtige nehmen zu, sagte er). Und wenn ich wacher und munterer wäre und mich nicht mehr so oft unerklärlich traurig fühlen würde und vor allem mein Blutdruck sinken würde – das wäre schon klasse.

Ich schreibe ein Tagebuch mit und schaue einfach mal. Und sehe das nicht als lästige Notwendigkeit, sondern als ein cooles und tolles Projekt, das mir hilft, mich besser zu fühlen. Immerhin: bis auf Sellerie und Avocados mag ich alles gerne, was da gegessen wird :-)))

13 thoughts on “Harte Zeiten kommen. Oder…?

  1. Hi S******* ,
    die Magenübersäuerung (ja , ist nicht NUR Thema jetzt) hatte mich auch lange Zeit im Griff .
    War ja alles andere als schwer , bei Hungergefühl nicht nur Zigaretten , sondern auch Naschwerk zu verdrücken … ähem .
    Hab mich im Wesentlichen 6 Wochen daran gehalten und seh große Fortschritte und mach da auch immer weiter .
    Nur manchmal , da überkommt’s mich …….

    Wünsch‘ Dir alles liebe … Gruß aus Bayern

  2. versuch es mit lactosefreien produkten und wenn das nicht geht, dann mit ziegenmilchprodukten, das ist das einzigste was ich kann, aber ich will halt auch nicht ganz auf milch, käse und jogi verzichten 😉

  3. Hase, der am 7. Geburtstag hatte, herzlichen Glückwunsch nachträglich ;)), das ermutigt mich, was du schreibst. Bin gespannt, ob ich durchhalte, weil das aufwendig ist für Berufstägige.

    Blogolade: ja, ich werde was dazu schreiben. Entweder hier oder in einem getrennten Blog, für meine bessere Übersicht.

    Fiona: die laktosefreien Produkte mag ich nicht so. Aber zum Glück liebe ich Ziegen- und Schafsmilchprodukte, so dass ich zu einem guten Teil ausgleichen kann. Nach den drei Entgiftungswochen, die streng sind, darf man dann auch kleine Mengen an Hühner- oder Lammfleisch essen, auch mal Roquefort. Auch Butter und Rahm in kleinen Mengen sind erlaubt, weil das Fett- und keine Eiweißprodukte sind.

  4. Ich mach gerade ne Rosenkohldiät:

    Ich darf alles essen, außer Rosenkohl. 😀

    Ich persönlich halte von all dem Ernährungswirrwarr nicht besonders viel. Das liegt aber vor allem daran, das immerwieder irgendeiner daherkommt, der meint es besser zu wissen.

    Mein Top-Ernährungsbuch ist deshalb :

    „Wer gesund isst, stirbt früher“ von Udo Pollmer.

    Schau mal rein, es lohnt sich. 😉

  5. Laktoseintoleranz ist ja nun was anderes als Milcheiweisallergie. Laktoseintolerante vertragen keine Art von Milch, egal von welchem Tier denn überall ist Laktose drin.
    Milcheiweisallergiker hingegen vertragen in der Regel alles außer Kuhmilch.

    Lakritzfrau, meinst du denn eine Allergie oder eine Intoleranz?

    An den Geschmack gewöhnt man sich. Selbst mein Mann ist mittlerweile dazu übergegangen, Laktosefreie Milch in seinem Kaffee zu trinken.

    Bei arte (X:enius) gabs letztens einen tollen Beitrag zum Thema Milch und dessen (Un-)Verträglichkeiten

  6. ich bin momentan auch am überlegen wegen der immer noch anhaltenden magenprobleme -.- wobei… noch mehr kilos will ich auch nicht verlieren. hmpf

    zumal ich *angst* hab, eben plötzlich auf alles verzichten zu müssen, den kaffee, meine kippchen (ja ^^ ich weiss, die sind nicht gut, und gerade jetzt nicht). alkohol trink ich nur in slowenien, zuckerkram reizt mich nicht, chips ess ich kaum (noch, momentan ja eh fast nichts).

    ich werd erstmal anfangen mit milchzeug und fertigpampe und gepresstes fettzeug. einen schritt nach dem anderen.

    aber gespannt bin ich auf deine erfahrungsberichte 🙂

  7. Nein, mir geht es einfach darum, die Eiweißzufuhr zu reduzieren, damit die Leber und der Dünndarm mal wieder eine Chance haben, sich zu erholen und die Giftstoffe wie Ammoniak (zuviel Eiweiß, auch durch Kuhmilch) aus dem System zu schaffen.

    Eine Leber, die nicht richtig arbeiten kann, ist die Ursache für viele Krankheiten, die man so gar nicht mit ihr in Verbindung bringt, bis hin zu Depressionsgefühlen und Bluthochdruck.

    Lobo: Rosenkohldiät ist klasse, die mache ich schon seit Jahren (Rosenkohl ist eklig) :-)))

  8. Ulnaris: ein Espresso am Tag ist erlaubt (ohne Milch und Zucker), wenn man Kopfweh hat 🙂

    Und wie gesagt: wer Untergewicht hat, nimmt dabei zu, weil der Körper wieder auf sein Idealgewicht kommt. Oder du nimmst mir einfach fünf Kilos ab, ginge das? *g*

  9. Ich bin wegen Laktoseintoleranz vor einigen Jahren auf laktosereduzierte Milchprodukte umgestiegen (und auf Milchprodukte, die von Natur aus schon laktosearm sind). Da diese Sachen sehr teuer sind, konnte ich mir natürlich weniger leisten und das war echt hart, weil ich Milch, Käse & Co. auch liebe.
    Aber jetzt vor einigen Monaten hab ich mich nochmal umgestellt und Milchprodukte allgemein stark eingeschränkt. Kochen tu ich meistens vegan. Dadurch bin ich auf Zutaten und Gerichte aufmerksam geworden, die es früher nie gab. Dabei hab ich so leckere Sachen entdeckt, daß mir der ehemals geliebte Käse kaum noch fehlt.
    Was ich eigentlich sagen will: Das erscheint einem erstmal hart, wenn man auf etwas verzichten muß, was man gerne mag. Wenn man sich aber erstmal umgestellt und dran gewöhnt hat, fehlt einem gar nichts mehr.

  10. liebste frau lakritze 😉 vom untergewicht bin ich dann doch noch meilenweit entfernt, von daher… verzichte ich dankend auf das angebot, nehme es jedoch als liebevollen ausdruck des gebens dankend in meine kartei auf

    ;D

  11. … das mit der Unverträglichkeit von (Kuh-)Milchprodukten kenne ich auch. Aber – ich habe meine Ernährung jetzt auf Trennkost umgestellt. Joghurt, Milch und ähnliches kommen jetzt mehr aus der Soja- bzw. Reismilch-Ecke und Käse gibt es nur noch vom Schaf. Es bekommt mir einfach prima und die Pfündchen fangen auch an zu purzeln. Selbst meine Schuppenflechte heilt ab …

    Aber ich bin trotzdem gespannt, ob und was im „Tagebuch“ zu lesen sein wird …

    Viel Erfolg und alles Liebe
    Kerstin

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