Immerhin. Ich fühle mich geehrt.

Der Prinz hat in Mainz eine Stamm-Kaffeebar, so eine, bei der der Espresso schon vorbereitet wird, wenn der Prinz durch die Tür kommt.

Die Besitzer haben zwei riesige Golden Retriever, die meist mitten im Weg liegen. Die Gäste sind das gewöhnt und gehen um die Hunde herum oder steigen über sie hinweg.

Heute war der Prinz wieder dort, erzählte ein bisschen von seinen Gesprächen mit dem Barbesitzer und ich fragte ihn zum wiederholten Mal, wie denn die Hunde heißen.

Der Prinz kann sich keine Namen merken und nach den Hundenamen hat er nie gefragt.

„Beim nächsten Mal“, sagte ich, „sagst du einen schönen Gruß von mir, du sollst die Hundenamen mitbringen.“

„Und du glaubst, dass ich mir die dann merken kann?“ fragte der Prinz.

„Du kannst dir doch auch Emma merken und Micia und Pippi“, sagte ich.

„Jaaa nun, Emma ist ja mit uns befreundet und Micia und Pippi leben bei uns“, erklärte der Prinz.

Und mit einem Seitenblick auf mich ergänzte er hilfreich: „Ich merk mir ja auch deinen Namen.“

6 thoughts on “Immerhin. Ich fühle mich geehrt.

  1. Ich kann den Prinzen sooo gut verstehen, ich vergesse Namen in 0,3 Sekunden. Das kann so peinlich sein 🙂

  2. ich kann mir Namen auch nur schwer merken, Gesichter dafür umso besser. Im Ergebnis steh ich also vor Menschen und denke „Mist ich kenn dich, aber wie heisst du noch mal?“ Bei Tieren kann ich mir den Namen meistens sofort merken, da die direkt ne Emotion in mir auslösen.

  3. also ich finde Hundenamen wesentlich einfacher zu merken wie Menschen.
    wenn meine Liebste und ich durch den Wald laufen, sagen wir auch nicht ’schau da kommt die Frau soundso‘, sondern, ’schau, da kommt die Frau mit demunddem Hund‘
    🙂

  4. Bei mir ist das noch krasser: ich sehe zuerst den Hund und sage „Oh guck mal, da kommt Mano / Bärchen / Smilla“, begrüße den Hund und nehme dann wahr, dass am anderen Ende der Leine auch ein Mensch ist :-))

    Ente und Morgaine: ich kann mir keine Doppelnamen bei Frauen merken. Ganz schlimm.

    Mirea: ja, da sind so einige, und bei unseren Katzen sind wir Sklaven 🙂

  5. ah, kommt mir bekannt vor. Ich kenne Nachbars Hunde beim Namen, habe aber keine Ahnung wie Nachbars heißen.

    Aber drück dem Prinzen doch einen Zettel und einen Stift in die Hand. Oder sag ihm, er solls in seinem Handy speichern. Wofür hat er das Spielzeug denn sonst 😉

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