Iss langsam, Kind

Freitag abend waren wir in der Alten Brennerei in Mölsheim – heute ein kleines, liebevoll geführtes Restaurant. Zwei sehr liebe Bekannte von uns, der Bassist Ralf Gauck und der Gitarrist Claus Boesser-Ferrari, gaben dort ein Konzert, das in Kombination mit einem Vier-Gänge-Menu lief. Tolle Idee und ein prima Abend.

Sollte einer der beiden oder – wenn man sehr großes Glück hat – sogar beide gemeinsam ein Konzert in eurer Gegend geben: geht hin. Unbedingt. (Ralf Gauck spielt übrigens auch bei meiner Praxiseröffnung, was mich sehr freut.)

Neu war für uns allerdings nicht die Musik, sondern die Begegnung mit der Slow Food-Bewegung, der die Inhaber des Restaurants angehören. Wir hatten den Begriff öfter gehört, wussten aber nicht viel mehr, als dass es dabei um eine Gegenbewegung zum Fast Food geht und um bewusstes Essen mit guter Qualität.

Das Essen war wirklich besonders. Sehr schmackhaft, intensiv, rein, unglaublich lecker und – obwohl wir an diesem Abend mit vier Gängen reichliche Mengen aßen – nicht unangenehm füllend. Kein Völlegefühl, kein Druck. Dieses Essen hat keine einzige Dose oder Tüte zu sehen bekommen. Alles frisch. Fantastisch.

Klar kochen wir auch so viel wie möglich frisch und kaufen viel im Biomarkt und auf dem Bauernhof. Ich kenne Leute, die das noch viel stringenter durchziehen können als wir mit unseren je zwei Jobs, aber wir sind uns einig: sowas haben wir noch nie gegessen. Das Gefühl war völlig anders beim Essen – ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll.

Großartig jedenfalls und sehr inspirierend. Das Slow Food-Magazin habe ich uns bestellt, die aktuelle Ausgabe konnten wir in der Brennerei mitnehmen und die hat uns sehr gefallen. Irgendwie muss da mit der Zeit eine Umstellung möglich sein, so Stück für Stück.

6 thoughts on “Iss langsam, Kind

  1. oh, wie schön.
    definitiv nix für mich.

    ein gutes Essen ist ein Essen was fertig auf dem Tisch steht wenn ich komme und nach 5 Minuten vorbei ist.

    sehr gerne auch Tiefkühlkost die schnell aufgetaut ist, weil essen machen finde ich noch mehr Zeitverschwendung wie das essen selbst.

    aber ich wünsche trotzdem jedem der da Spaß dran hat guten Appetit.
    🙂

  2. Blogolade: nein, erstaunlicherweise nicht. Die Preise in dem Lokal waren sehr normal, das hat uns auch gewundert. Aber die Zutaten fliegen ja auch nicht 1000 Kilometer durch die gegend.

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